#127: Die Möglichkeiten unseres Tuns

Shownotes

„Es braucht keinen Mut, wenn man sich einer sicher ist.

Ich habe genau eine Woche Zeit zu entscheiden, trete ich diesen neuen Job an oder bin ich danach arbeitslos.

Und noch dazu, ich habe genau acht Wochen Zeit, um eine gekündigte Wohnung entweder aufzulösen oder zu hoffen, dass der Vermieter Verständnis zeigt, dass ich doch in der Wohnung bleiben darf.

Ich bin nur eine Devise gefahren und das war dieses: „Bitte kümmere dich um dich selbst, ich bin nicht Opfer meiner Umstände!‘“

Eva vor einem Jahr die Entscheidung getroffen von Göttingen nach Düsseldorf zu ziehen, aber in der Woche, als sie umgezogen ist, stand sie plötzlich vor einer Situation die grundlegen anders war als sie angenommen hat.

Sie erzählt wie sie sich Schritt für Schritt aus dieser Krise herausgekämpft hat und wie MUT für sie „Die Möglichkeiten unseres Tuns“ geworden ist.

Wir sprechen darüber, was Mut ist, wann man Mut braucht und wie sich Mut anfühlt.

Und jetzt viel Spaß beim Zuhören!

Mehr über Eva kannst du hier erfahren: https://www.instagram.com/evas_timetoglow

Wenn du selbst mit etwas gehört werden möchtest, Fragen hast oder mir ein Feedback geben magst? Dann erreichst du mich unter: podcast@empathieschenker.de

Music by Scott Holmes https://scottholmesmusic.com/tracks/storybook/ https://freemusicarchive.org/music/Scott_Holmes/inspiring-background-music/storybook

Transkript anzeigen

00:00:00: Es braucht kein Mut, wenn man sich einer Sache sicher ist.

00:00:03: Ich habe genau eine Woche Zeit zu entscheiden, trete ich diesen neuen Job an oder bin ich danach arbeitslos?

00:00:10: und noch dazu... ...ich hab genau acht Wochen Zeit um einige kündigte Wohnungen entweder aufzulösen oder zu hoffen dass der Vermieter Verständnis zeigt das ich doch in der Wohnung bleiben darf!

00:00:24: Bin nur eine Divise gefahren und es war dieses bitte kümmere dich um dich selber.

00:00:46: Hallo und herzlich willkommen zum Empire T-Shanker, dem Podcast für mehr gegenseitiges Verständnis

00:00:53: in

00:00:53: unserer Gesellschaft.

00:00:55: Mein Name ist Sebastian Kremser und ich höre meinen Gästinnen und Gästen zu um zu verstehen was sie bewegt.

00:01:03: Heute höre ich Eva zu.

00:01:05: Sie hat vor einem Jahr die Entscheidung getroffen von Göttingen nach Düsseldorf zu ziehen aber in der Woche als sie umgezogen ist stand sie plötzlich vor einer Situation die grundlegend anders war als sie angenommen hat.

00:01:17: Sie erzählt, wie sie sich Schritt für Schritt aus dieser Krise herausgekämpft hat und wie Mut für sie die Möglichkeiten unseres Tuns geworden ist.

00:01:26: Wir sprechen darüber was Mut ist, wann man Mut braucht und wie sich Mut anfühlt.

00:01:32: Und jetzt viel Spaß beim Zuhören!

00:01:37: Hallo,

00:01:48: lieber Sebastian.

00:01:49: Vielen Dank für deine Einladung!

00:01:51: Ich freue mich total, dass du mit dieser Frage auf mich zukommst und ich würde gerne mit dir über das Thema Mut sprechen und wie er sich teilweise anfühlt oder auch nicht anfühlen und was er mit uns macht.

00:02:08: Dein Thema heute ist also Mut?

00:02:11: Dann schieß mal los – ich bin gespannt!

00:02:13: Vielleicht eine spannende Frage für dich, was ist das Mutigste, was du bisher jemals gemacht hast?

00:02:18: Was ist das mutigste... weißt Du, was ich finde, was das Mutighste ist.

00:02:23: Für mich und das kultiviere ich seit einem Jahr wo ich die Selbstliebe zu mir entdeckt habe also auch mich verbunden damit fühle Das ist jeden Tag mich daran zu üben meine Wahrheit.

00:02:34: so sprechen Mir gegenüber und dann gegenüber

00:02:39: Boah, das ist cool!

00:02:41: Das ist total schön muss ich ehrlich sagen.

00:02:44: Damit hast du jetzt nicht gerechnet.

00:02:45: Nein!

00:02:52: Und für dich?

00:02:54: Das war tatsächlich mit Abstand meinen Umzug in die Landeshauptstadt Düsseldorf und alles, was damit verbunden war und unter welchen Bedingungen ich diesen Umzug auch umgesetzt habe.

00:03:12: Und was heißt für dich dann Mut?

00:03:18: Warum ist das dann für dich mutig gewesen?

00:03:24: Also um deine erste Frage aufzunehmen, was Mut für mich heißt.

00:03:28: Ich sage immer Mut drei Buchstaben im UT.

00:03:31: Mut is die Möglichkeit unseres Tons.

00:03:35: Was für Möglichkeiten eröffnen sich für uns je nachdem wie wir handeln und welche Entscheidungen wir treffen?

00:03:48: Mutig war es von mir tatsächlich, diesen Umzug durchzusetzen und hier anzukommen auf Grundlage dessen das ursprünglich alles anders geplant war.

00:04:01: Und dann ganz anders kam.

00:04:04: Okay also du hast mutig entschieden dass du nach Düsseldorf ziehst.

00:04:07: dazu muss man wissen dass du aus einem anderen Bundesland nach Dseldorf gezogen bist und nicht mal eben in die Nachbarstadt.

00:04:12: ne?

00:04:13: Ich bin von Südenjahr Sachsen Herr Klein muss man nicht sagen, aber aus Sköttingen nach Düsseldorf gezogen.

00:04:21: Ganz dreihundert Kilometer weit weg und habe da auch Familie, Freunde, Kollegen zurückgelassen für wie es sich gehört als Frau natürlich die Liebe!

00:04:35: Und es kam ganz anders als geplant und das nicht im Sinne von, oh wir haben hier eine mutige junge Frau die jetzt loszieht in die große Stadt.

00:04:44: Und absolute Sicherheit erfährt.

00:04:45: im Gegenteil ich bin ziemlich kurzfristig auf den Boden der Tatsachen aufgeschlagen und zwar weil die Liebe sich das eine Woche bevor ich hier angefangen habe an das überlegt

00:05:01: hat.

00:05:01: Ja genau also wenn ich das so höre Mut ist unsere Möglichkeit des Tunes oder so.

00:05:08: Genau!

00:05:10: Und du hast in Dänstermann quasi für dich eine mutige Entscheidung getroffen, indem du halt deine Familie und ein gewonnenes Umfeld hinter dir lässt und nach Düsseldorf gehst.

00:05:20: gegen der Liebe hast du gesagt?

00:05:21: Und dann bist du hier aufgeschlagen und standest... Dann hattest du einen neuen Job hier, den hattet ihr ja ne?

00:05:27: Genau Aber dann standest du hier ohne Liebe

00:05:31: Richtig Ja, das kann man tatsächlich so sagen und ohne gewohntes Unfeld noch dazu.

00:05:39: Und hopp noch im Nacken... Ich habe genau eine Woche Zeit zu entscheiden, trete ich diesen neuen Job an oder bin ich danach arbeitslos?

00:05:50: Und noch dazu, ich hab genau acht Wochen Zeit um einige kündigte Wohnungen entweder aufzulösen oder zu hoffen dass der Vermieter Verständnis zeigt dass ich doch in der Wohnung bleiben darf.

00:06:07: und sieben Tage, wo sehr viele Fragen und auch schwierige Emotionen da waren.

00:06:19: Und dann entsprechend eine Entscheidungsgrundlage für diese muttige Entscheidung weggebrochen ist.

00:06:30: Wenn ich dir jetzt zuhöre, dann war ja eigentlich der Umzug nicht das Mutige.

00:06:35: Weil du bist ja davon ausgehangen dass du in eine sichere Umgebung gehst weil du kanntest ja deine Liebe und Das Mutige dann eigentlich erst danach kam nachdem das weggebrochen ist und wie du gerade sagst es einige viele Entscheidungen innerhalb kürzester Zeit treffen musstest.

00:06:52: Richtig!

00:06:53: Und das bringt uns an den Punkt... in manchen Momenten gar nicht als solcher anfühlt.

00:07:00: Weil wenn wir jetzt über Mut nachdenken, dann als Gefühl ist es ja dieses oh yeah ich mach das jetzt und packe das und das wird alles super!

00:07:09: Und ich habe total den Fahrplan und man isst sich eigentlich seiner Entscheidung sehr bewusst und weiß dass es richtig ist.

00:07:18: Man hat diese Grundeinstellung von Ja ich überwinde eine Angst aber es wird gut.

00:07:24: Das gab's in dem Moment nicht.

00:07:31: Interessant, wenn ich das höre.

00:07:35: Also... Wenn ich einen Plan habe und mir vorstelle, dass läuft so und so und das will ich jetzt machen dann hab' ich eigentlich keine Angst und da brauche ja auch kein Mut.

00:07:46: Ich stelle mir gerade die Frage wie ist es für dich?

00:07:49: Wann brauche ich Mut?

00:07:49: Ist es dann, wenn nicht die Angst haben?

00:07:53: Eine sehr gute Frage!

00:07:55: Ich denke es braucht Mut in dem Moment etwas umgesetzt werden will.

00:08:02: Sei es jetzt, also deswegen sage ich ja Möglichkeit unseres Tuns, etwas wird umgesetzt und entweder macht man das oder man macht es nicht.

00:08:13: Es ist auch stets Risiko behaftet weil ansonsten wäre es ja kein Mut, amsonsten wäre es eine ganz klare Gewissheit Ja was soll passieren?

00:08:24: Das ist die Gewisser die ich auch vermutet hatte!

00:08:29: Aber die hat sich dann sehr, sehr schnell in Luft aufgelöst.

00:08:36: Und deswegen kamen diese Zeit von mutig sein obwohl es ganz annasslich angefühlt hat und das ist für mich ein sehr spannendes Thema weil ich das erst rückblickend auch so erkannt habe.

00:08:57: Also dann bist du hier aufgeschlagen.

00:09:00: in doppelten Wortsinne.

00:09:02: Musst es entscheiden, ob du die Stelle, die du hier in Düsseldorf halt sich hattest annimmst oder zurücktrittst?

00:09:08: Du musst es entscheiden wenn du das machst, ob mit dem dein Ex-Vermieter in Gottingen sprichst, ob wieder doch in der Wohnung bleiben kannst... Oder du dir dann halt was Alternatives... Also eine Bleibe erstmal hier suchst weil die Option, die im Raum stand, sich ja durch die andere Entscheidung einer anderen Person aufgelöst hatte

00:09:27: Ganz genau.

00:09:29: Und das sind viele Sachen auf einmal, das kann ich ganz klar sagen.

00:09:33: Das sind viele schwere Entscheidungen die das mit sich bringt und auch viele Fragen.

00:09:42: Ja also du bist ja hingekommen mit der Sicherheit dass du da weißt wie es abläuft und dann wirst du von jetzt auf gleich voll in die Unsicherheit gefallen und geworfen worden.

00:09:54: und guter geraten.

00:09:56: Ja, ich finde geraten ist besser gewählt weil ich relativ schnell auch für mich entschieden habe.

00:10:01: Okay das waren noch irgendwie meine Entscheidungen.

00:10:03: Das waren... Ich wurde hier nicht rübergezerrt.

00:10:06: Ich wurde ja nicht von dem Ultimatum gestellt sondern es war meine Entscheidung meiner alte Stelle zu kündigen.

00:10:11: Es war auch meine Entscheidung meine Wohnung zu künstigen.

00:10:16: also ich hab da ganz schnell für mich diesen Swift gefunden.

00:10:20: von.

00:10:22: dass ist eine Verantwortung die trage ich unabhängig davon, warum ich diese Entscheidung getroffen habe.

00:10:30: Ich war diejenige, die diese Unterschriften geleistet

00:10:32: hat.".

00:10:33: Genau!

00:10:35: Also du hast die Verantwortung für deine Entscheidungen genommen und hast dann quasi aber nur gemerkt... also du hast ja auch da in dem Moment in die Zukunft, die du dir vorstellst vertraut nicht?

00:10:48: Ja, das trifft es total gut.

00:10:51: gerade auf dieses Wort Vertrauen reagiere ich natürlich ein bisschen.

00:10:54: Das hab' ich mir gedacht

00:10:56: Ebenso übrigens auf das Wort versprochen.

00:11:00: Und jetzt stell dir vor, du hast dieses Vertrauen im Sinne von okay ich lass mich auf dich ein, ich gehe soweit für dich

00:11:09: und

00:11:10: auf einmal ist dieses Vertrau nicht mehr da.

00:11:11: und wir reden hier auch nicht von einer kurzfristigen Verbindung sondern wir reden von einer Verbindung die über zehn Jahre bestand Und jetzt unabhängig von Beziehung oder Co.

00:11:24: Es war einfach auch vorher eine lange Freundschaft und im Leben habe ich nicht damit gerechnet, was da passiert in dem Leben.

00:11:31: Ich war eigentlich so wie du gesagt hast es braucht keinen Mut wenn man sich einer Sache sicher ist.

00:11:37: Das einzig mutige dahinter war natürlich klar es besteht immer ein Risiko wenn meine Job kündigt, klar es besteht auch immer ein risiko wenn man die Wohnung gekündigt.

00:11:46: Aber mit dem Ausgang habe ich gar nicht gerechnet und dann ging es ja weiter.

00:11:52: Und das ist für mich aber so der Punkt, wo die Geschichte von meinem Mut und wie er sich ihm nicht angefühlt hat begann.

00:12:01: Wie wir jetzt hier hinkommen, dass ich sage, wow, das war echt mutig!

00:12:07: Ja, wie ging's denn dann weiter?

00:12:09: Wie begann deine Reise des Muts oder deinen... Dein Erlebnis, deines Mutes.

00:12:19: Ich versuche mich mal kurz zu fassen.

00:12:22: Das ging erstmal damit los dass ich mir nochmal die Woche bevor ich mein Start hatte hier in Düsseldorf nochmal Zeit genommen habe.

00:12:30: Ich sag mal die Reserven aufzutranken.

00:12:33: also ich hab viele Freunde in der Zeit getroffen und ich hab viel Zeit noch mit meiner Familie verbracht Und hab eigentlich nur bin nur eine Divise gefahren und das war dieses bitte kümmere dich um dich selber.

00:12:45: Nicht in einem Sinne von, ich mach das jetzt hier super egoistisch.

00:12:48: Es geht sich alles nur noch um mich, sondern im Sinne von... Das wird jetzt super schwer!

00:12:54: Das ist jetzt eine sehr belastende Situation.

00:13:00: Bitte sorg für dich selber dass es dir gut geht.

00:13:02: Siehst du, dass du isst?

00:13:03: Siehst zu, dass Du schläft?

00:13:05: Sieht zu, daß Du Sport machst?

00:13:07: Also ich hab auch über viel trainiert dann natürlich und habe dann entschieden... also erst mal habe ich mich... darum gekümmert, dass ich einen darüber im Kopf hatte.

00:13:18: Da muss ich mich auch wirklich bei meiner Familie bedanken.

00:13:21: Die haben sich ... die haben dafür gesorgt, das ich einfach nicht allzu weit weg von Düsseldorf eine Möglichkeit hatte zu bleiben und hab gesagt, gut, ich geh da hin und guck mir das mal an.

00:13:35: Und ja, ich habe viel Zuspruch von meiner Familie bekommen, meine Oma Superliebe Pässe, und sagte mit Mut und Freude an den neuen Job!

00:13:44: Das ist super lieb, aber... Passt

00:13:49: grad nicht.

00:13:50: Passt gerade

00:13:50: nicht genau!

00:13:53: Und dann gab es natürlich immer etwas klar Rückblickensuppe naiv Aber auch sehr menschliches.

00:14:01: also zwei Entscheidungen habe ich dazu gebracht hier anzufangen.

00:14:04: das eine war wirklich ganz stumpf.

00:14:06: Ich hab ne Unterschrift geleistet.

00:14:08: Das war wirklich Ganz stumpf.

00:14:09: Ich habe einen Arbeitsvertrag unterschrieben.

00:14:10: in diesem Arbeits Vertrag steht ich fange da an

00:14:13: Ja, und da war dir selber dann auch Verlässlichkeit wichtig wahrscheinlich.

00:14:16: Richtig!

00:14:16: Das war mir wichtig dass ich da verlässlich bin.

00:14:19: Ich habe gesagt über alles weitere kann ich immer noch mal sprechen.

00:14:22: Und das andere war ja dieses naive... Das kann ja nicht sein.

00:14:28: Dass das überlegt er sich anders und...

00:14:30: Ach so die Hoffnung noch?

00:14:32: Oder oder oder wie ist es jetzt nicht wirklich passiert?

00:14:35: ne?

00:14:35: Ja genau genau diese... Diese naive Hoffnung von... Das hat sich zum Glück relativ zeitnah erübrigt, weil ich da viel Input von außen auch bekommen habe.

00:14:51: Von Freunden.

00:14:53: Auch da muss ich ganz klar nochmal ein Dankeschön aussprechen wie gut andere auf mich geachtet haben und mir sehr viel Zeit für mich genommen haben.

00:15:05: kam dann von einem Freund so der Input, weil ich bin wirklich mal in einen eigenen Film gefahren.

00:15:09: Ich war so ja das wird schon irgendwie alles und der überlegt sich das und das Happy End wird kommen.

00:15:16: Wie im Film?

00:15:17: Ja genau, genau!

00:15:18: Du warst bis dein eigenem Film gefallen, ja.

00:15:20: Ich bin

00:15:20: wirklich mein eigenem film gefahren und je mehr Borte von außen kam umso Treffender also umso realer wurde.

00:15:29: und bewusster wurde mir das auch.

00:15:31: und dann hat ein Freund gesagt Eva es gibt keinen zurück Das war eine Nummer zu viel.

00:15:37: Und das hab ich sacken lassen und ich wusste dann auch, ja... ...das war ne Nummer zuviel!

00:15:41: Ja da war das Vertrauen zerbrochen, ne?

00:15:44: Nicht nur Vertrauen, es war auch einfach purer Verrat für mich.

00:15:47: Und ich bin einer meiner positiven Eigenschaften ist halt meine Loyalität.

00:15:53: Und..

00:15:55: ..das war für mich

00:15:57: einfach

00:15:58: so erschütternd.

00:16:01: So nach dieser Verbindung So verraten wir uns zu sein in so einer Situation.

00:16:09: Und deswegen hatte sich das mit dieser Hoffnung zum Glück irgendwie ziemlich zügig erübrigt, aber dann kam natürlich noch erschwerend hinzu diese Wohnungssituation und oi, ein ganz ekelhaften Gefühlscocktail!

00:16:25: Also den wünsche ich wirklich niemandem.

00:16:27: Das eine ist man verarbeitet eine Trennung.

00:16:30: Klar, jeder verarbeitet eine Trennung unterschiedlich.

00:16:33: Ich bin der Typ, der hinschaut und sich fragt okay... Warum?

00:16:38: Was ist da passiert?

00:16:39: Liegt es an mir?

00:16:40: Hätte ich irgendwas anderes machen können?

00:16:43: Ich habe mich vorwärts und rück jetzt durch den Fleischäuf gedreht.

00:16:46: Also reflektiert ne?

00:16:47: Total!

00:16:49: Immer wieder!

00:16:49: Ich bin immer wieder diese ganzen Situationen durchgegangen Und das haben sich immer mehr Fragen aufgetan.

00:16:55: Man beantwortet sich diese Fragen dann auch irgendwie selber.

00:16:59: keine schöne Kombination, also wie gesagt jeder der schon mal eine Trennung durchlebt hat weiß das ist keine gute Zeit.

00:17:06: Das ist eine Zeit von viel Unsicherheit und von viel Selbstzweifel und von vielen Vergleichen auch.

00:17:12: und dann kommt dazu ein absolut neues Umfeld.

00:17:17: so keine Freunde vor Ort mit wenigen Ausnahmen nur nicht die vertrauten Kollegen.

00:17:26: Also wir hatten einen super eingespielten Team in der alten Kanzlei Und das war dann natürlich auch anders.

00:17:33: Also plötzlich neuer Job, neuer Aufgaben irgendwie ein bisschen Performance Druck auch und ergänzend dieses Wissen.

00:17:46: du hast noch wenige Wochen Zeit, dann bricht deine Wohnung weg in Wettungen.

00:17:53: die Wohnung also mein Safe Space tatsächlich und auch irgendwie so diese Chance von ich kann immer noch hinschmeißen.

00:18:03: Backup-Optionen.

00:18:04: Genau, und dann noch eine Woche dazu auch natürlich eine wahnsinnige Angst davor.

00:18:12: Einfach Angst vor der Zukunft.

00:18:16: Und versuch das mal auszuhalten alles auf einmal und gleichzeitig Vollzeit zu arbeiten.

00:18:22: Und dann noch zu organisieren du warst in einer neuen Wohnung und du musst irgendwie ne alte Wohnung auflösen.

00:18:30: Also ein emotionaler Notstand her?

00:18:33: Ja, emotionaler Notstand.

00:18:35: Ich würde es ganz klar Krise nennen.

00:18:38: Wobei ich auch sage, Krise ist ein produktiver Zustand wenn man ihm den Beigeschmack einer Katastrophe nennt.

00:18:44: Das war nämlich dann tatsächlich.

00:18:46: nach außen hin wirkte ich sehr produktiv vielleicht nicht unbedingt stabil das auf gar keinen Fall aber sehr im Machen auch.

00:18:55: Also ich habe nach Wohnung geschaut Ich bin zur Arbeit gegangen, ich bin zum Training gegangen.

00:19:01: Das hat übrigens sehr gut getan und hab irgendwie so versucht über Mini-Anker nenne ich sie heute einfach so ein bisschen Stabilität zu schaffen in einer Zeit von absoluter Unsicherheit.

00:19:20: Ja durch... In der Krise wahrscheinlich Coping aber letztlich dann durch Schaffung von neuen Routinen ne?

00:19:27: Und das war ein ganz kleiner Routine.

00:19:28: Das ging an mit morgens Tee aus der immergleichen Tasse und das Morgentechitiflonat, mit der immer gleichen Freundin.

00:19:36: Und mittags frische Luft schnappen und Musik oder Podcast oder auch manchmal einfach nur heulen.

00:19:43: Ja!

00:19:45: Ich denke ich sage immer, dass Geschenk von Leben ist, dass wir Emotionen durchleben und erleben dürfen.

00:19:50: Ja es gibt so eine solche Geschenke.

00:19:55: Genau.

00:19:58: Ich finde Einsatz spannend den du ... Am Anfang der Geschichte erzählt das, als es dann passiert ist nämlich kümmer dich um dich.

00:20:07: Da kam mir so die Frage okay welche Stimme war das?

00:20:10: Also da führt sich für mich so an wie... also da ist ja trotzdem mal ein Teil in dir gewesen der bei aller Not und Krise sehr schnell erkannt hat jetzt musst du auf dich aufpassen.

00:20:22: Und dann kam halt der Satz Ja Der

00:20:24: Satz ist auch sehr hart gearbeitet gewesen.

00:20:32: tatsächlich Ich hab schon vorher mal eine Trennung gehabt, da ging's mir auch nicht gut.

00:20:40: Und... Da hatte ich das Problem, dass ich nicht essen konnte.

00:20:44: Danach?

00:20:45: Danach genau!

00:20:46: Ich konnte einfach nicht alleine zu Hause sein und essen.

00:20:50: Das heißt, ich habe auf der Arbeit gefrühstückt, ich hab auf der Arbeitsmittag gegessen.

00:20:54: Ich hab abends zuhause nicht mehr gegessen und ich hab aber auch irre viel trainiert in der Zeit.

00:21:00: Das findet ein sportlicher Körper nicht so toll!

00:21:03: wenn

00:21:04: wenig Energie reinkommt, aber sehr viel Energie irgendwie benötigt wird.

00:21:09: Und da bin ich ziemlich hart und aufgeschlagen.

00:21:11: tatsächlich, das hat ungefähr sechs bis acht Wochen gedauert.

00:21:14: dann hatte ich körperliche Anzeichen wo absolut der Körper mir die Notbremse gezogen hat und wo ich auch beim Arzt gesessen habe und darüber erzählt hab und dann sagt so wir haben einen ganz klassischen Fall von zu viel Stress Diagnostiziert mit der Panikstörung.

00:21:34: Also das kommt noch dazu, dass man auch weiß... Man hat schon so eine psychische Krankheit die einen kontrolliert teilweise und daher kam dieser Satz mit dem kümmere dich um dich.

00:21:48: Das war dieses Bitte, bitte sorg dafür, dass es dir und deinem Körper gut geht.

00:21:53: und wenn es nur das Minimalste ist Und wenn es wirklich nur ist, dass du dreimal Zeiten an den Tag zu dir nimmst Hör auf das, was dir hilft.

00:22:04: Zum Beispiel ich bin den Tag danach als es passiert ist mit dem... Ich kann das nicht mit dir!

00:22:14: Ich bin in mein altes Büro gefahren zur Mittagszeit weil ich wusste um zwölf Uhr sitzen alle in der Mittagspause trinken Kaffee und die ersten wussten natürlich auch schon dass war schief gegangen ist bei mir weil alle auch gefragt haben hey wir hat das geklappt mit dem Mietvertrag unterschreiben.

00:22:29: Du sitzt da denkst, ich bin die größte Idiotin auf dieser Welt.

00:22:34: Und dann war es für mich so, fahr hin, sprich mit ihnen Milch hingefahren, hab mir den Kaffee getrunken und ihm gesprochen.

00:22:45: Hab mir ein bisschen Input geben lassen.

00:22:49: Dieser Satz hat mich sehr durchgetragen.

00:22:52: Jedes Mal wenn ich bemerkt habe das wird zu viel.

00:22:56: Ich bin überwältigt.

00:23:01: kam immer dieses kümmere dich.

00:23:04: Und das konnten unterschiedliche Sachen sein, es konnte sein ich setz mich hin pack mir Musik auf die Ohren höre Ich weiß nicht wie oft denselben Song weil er gerade diese emotion trifft.

00:23:17: dies grade braucht weine und schreibe meine Gedanken auf.

00:23:23: Das konnte aber auch sein eine ganz bestimmte person die vielleicht gerade sprechen wollte oder einfach nur irgendjemanden den ich sprechen wollte Und dann war es eine kurze Nachricht an Leuten, mit denen ich telefonieren konnte.

00:23:38: Oder auch manchmal nur ne Sprachnachricht an jemanden aus der Familie.

00:23:43: Manchmal waren's Cravings!

00:23:46: Ich hab schrott gegessen in der Zeit...

00:23:49: Wie heißt du das genannt?

00:23:50: Cravingz?

00:23:51: Ja, Cravingst kennste du das nicht?

00:23:53: Nein

00:23:53: Das ist wenn du Heißung auf was ganz bestimmtes hast, dann hast du Cravingts

00:23:56: Hunger hast.

00:23:57: Nee, das wars anders.

00:23:58: aber ja verstanden

00:24:00: Dann hab ich mir halt den Schrott gekauft, den es gerade gebraucht hat.

00:24:03: Und das war okay in dem Moment.

00:24:04: dann?

00:24:04: Natürlich!

00:24:06: Oder auch manchmal war's dann... Boah Schwimm, Schwimm hat mir so geholfen.

00:24:10: Das war einfach... Schwimm ist mal so ein Ausknopp für mich.

00:24:13: Das ist dann dieses Ab ins Wasser.

00:24:15: Du kannst über nichts nachdenken weil wenn du es machst, dann fängst du an das Gefühl zu bekommen zu ertrinken.

00:24:21: Du bist halt konzentriert dann auf Schwimmen.

00:24:22: Richtig, du bist konzentrierter aus Schwimmen als Atmen und meditieren genauso.

00:24:26: Wenn ich dann gesagt habe, okay manchmal brauchte ich eine kurze Meditation um mich wieder zu fangen auch.

00:24:31: Es gab immer Augenblicke wo mich das alles überwältigt hat, auch in ungünstigen Momenten.

00:24:37: Auf Arbeit wo ich dann sage ok gut komm nehm die zwei drei Minuten atme mal einfach nur guck dass was los ist.

00:24:45: Herz schlägt, Lunge atmet.

00:24:47: Lebensgrundsätzliche Dinge funktionieren!

00:24:50: Du bist am Leben, du bist in Sicherheit.

00:24:52: Ja.

00:24:53: Du brauchst keine Panik zu haben?

00:24:55: Ja.

00:24:56: Also dann hast du in der Situation viele Strategien direkt parat gehabt die auch vorhin schon erarbeitet, dass sie dir geholfen haben wenn die Panik dazu noch aufstiegt das zu handeln.

00:25:07: ja es gab leider aber auch einen Punkt da haben alle Strategien nicht mehr geholpen.

00:25:14: also Das war dann schon ein paar Wochen später.

00:25:19: das war im November wird zurzeitlich in einen Ordnung.

00:25:23: Im September wurde mir der Boden oder den Füßen weggezogen und im November, also ungefähr sechs Wochen später Ende November wurden meine Wohnung aufgelöst.

00:25:34: Also sechs Wochen Später genau in dieser Zeit von das Wissen.

00:25:38: man zieht es jetzt durch.

00:25:39: Das Wissen ist funktioniert wohnungstechnisch gerade nicht.

00:25:43: Und das hat mir sehr viel Angst gemacht, so meine Wohnung zu verlieren.

00:25:47: Es hat mich sehr viel angst gemacht, das gebe ich auch dazu.

00:25:49: Da war die Basis dann weg ne?

00:25:51: Ja Diese Situation war ganz gravierend, rückblickend aber auch da sehr viel Mut in mir getragen und auch ermutigt worden tatsächlich.

00:26:05: Das ist auch eine schöne Sache.

00:26:08: Ermutigen andere ermutigen und auch ermutigt werden.

00:26:13: Da war ich im Auto auf der Autobahn und war an einem Punkt wo ich gedacht habe, ob ich da jetzt ankomme?

00:26:21: Ob ich jetzt in die Leitplanke fahre macht einen Unterschied.

00:26:28: Das war der Punkt, wo ich erkannt habe.

00:26:30: Es hilft nicht mehr!

00:26:31: Ich kann das nicht alleine.

00:26:36: Mein Grundsatz war kümmer dich um dich.

00:26:38: Ich habe sofort eine Freundin angerufen und mit ihr darüber gesprochen und sie hat gesagt bitte such dir Hilfe.

00:26:47: Und anderthalb Wochen später saß ich in meiner ersten Therapiestunde.

00:26:56: So viel Mut muss man auch erst mal haben, sich einzugestehen.

00:26:59: Man packt das nicht alleine und Hilfe zu suchen und diese Hilfe auch anzunehmen.

00:27:05: Auch...

00:27:06: Das fühlt sich nicht mutig an in dem Moment.

00:27:09: Wie fühlte sie sich?

00:27:10: Hat es sich angefühlt?

00:27:11: Schockierend!

00:27:13: Zum einen beängstigend.

00:27:20: Und gleichzeitig aber auch irgendwie total leer.

00:27:30: Was ich spannend finde wenn ich dir zuhöre ist Wenn du es erzählst, wirkt das so wie eine Gleichzeitigkeit.

00:27:37: Dass du das alles mitbekommen hast und trotzdem so klar warst.

00:27:41: Also da ist ja dein Mantra oder deinen Anker kümmer dich um dich, dir immer hilft sich daraus zu ziehen irgendwie.

00:27:49: Aber zu wissen ich muss mir jetzt Hilfe holen und dass du dann auch eine Idee hattest was du tust?

00:27:55: Das ist der Witz an der Sache!

00:27:57: Das habe ich auch rückblickend... Ich hab noch mal mit Freundinnen die Zage drüber gesprochen Zum einen super stabil gewesen, zum anderen echt ins Handeln gekommen und alles drauf und dran gesetzt.

00:28:10: Dass ich nicht Opfer meiner Umstände bin, dass ich einfach das Hinkriege, dass sich das schaffe, dass es da durchkomme und es gibt nur ein Weg durch die Hölle der lautet durch!

00:28:21: Das war wirklich eine Einstellung die ich hatte.

00:28:24: und auf der anderen Seite innerlich völlig fertig also super erschöpft Supermüde.

00:28:35: Vergesslich?

00:28:36: Ja, so viele Sachen vergessen aus der Zeit auch einfach und das ist die so eine unglaubliche Ambivalenz, die ich da getragen habe.

00:28:47: Das war deswegen ... das kann ich dir auch gar nicht so genau erklären was da... woher das kam?

00:28:53: nur zum einen war es dieses machen, machen, Dann und hab immer dieser dieser gefühls cocktail.

00:29:05: das hat auch stets gewechselt von irgendwie nochmal fragen zu diesem zu der trennung dann zu.

00:29:13: Fragen wie geht es weiter?

00:29:14: ängste vermissen.

00:29:15: ich habe meine Familie so sehr vermisst ich hatte heimweh, immer wieder diese emotionen immer wieder durchzugehen und trotzdem irgendwie zu sagen mach weiter.

00:29:26: Da höre ich so zwei dinge also die eine Egal was jetzt passiert ist, das Leben geht weiter.

00:29:31: Das war scheiße!

00:29:33: Und das andere... Was war das denn?

00:29:36: Ich glaube das war dieses... Ja irgendwie diese Intensität der Gefühle und Emotionen die dabei waren, die man dir im Außen vielleicht nicht angesehen hat.

00:29:46: Beinnerlich hast du ja quasi diese Achterbahn erlebt.

00:29:49: Also gerade hatte ich den Gedanken, dass es mein zweiter Punkt ist, den ich ansprechen wollte.

00:29:53: Es wirkt auf mich.

00:29:55: Jetzt muss man ja dazu sagen Du bist, wir sind uns ja dann beim Sport über dem Weg gelaufen quasi.

00:30:00: Dadurch kenne ich ein bisschen den Hintergrund.

00:30:02: auf mich wiegt das Ganze als wäre dadurch aber gleichzeitig neuer Anteil in die aktiviert worden.

00:30:08: gerade durch das Bild nach dem Motto sagt man so umgangssprachlich eine Löwin die dann quasi darum kämpft weiter am Leben zu bleiben.

00:30:18: wenn man jetzt das Beispiel brachte wo du den Chinasterozine Therapie

00:30:21: Ja mir fällt es grad so ein bisschen ein Ich hab's nicht Löwin genannt baddestbitch genannt, so im Sinne von dieses Wissen.

00:30:30: Wenn ich das alles überstanden habe... Ja dann, wer kann mir was?

00:30:36: Das war so tatsächlich total einfach nicht weiß aber es war sowas für wachstum, für entwicklung, für einfach gucken.

00:30:45: was wird denn daraus?

00:30:46: diese ganze arbeite ich da reingesteckt hab.

00:30:48: Es wäre ja schade wenn jetzt irgendwie wenn ich mich hin gucke und wenn ich jetzt ein rückzieher mache irgendwie doch zurückgehe in zum alten Arbeitgeber und man sieht das Ergebnis nicht.

00:31:01: Okay, so nach dem Motto... So ein Fuck-up ja?

00:31:05: Scheiße!

00:31:07: Und ich mach trotzdem weiter um mal schauen was kommt und zieh mich nicht zurück.

00:31:10: Das ist vielleicht das mit den Mutern auch.

00:31:12: Es ist jetzt ein Fuck up und mutig und siehst durch.

00:31:16: War das von Anfang an?

00:31:17: oder ab wann kam dann diese Haltungsveränderungen?

00:31:20: Also ich hatte schon vorher die Einstellung, ich bin nicht Opfer meiner Umstände.

00:31:24: Das hatte ich schon vorher tatsächlich.

00:31:25: Okay.

00:31:26: Das war nicht aus der Situation heraus das war schon da.

00:31:31: es ist genauso wie ich groß geworden bin mit Arschbacken zusammen kneifen.

00:31:35: Ich habe mir gesagt jetzt war da hingestellt ob das pädagogisch immer so sinnvoll ist.

00:31:42: Nein ich weiß meine Eltern haben immer ihr Bestes gegeben aber dieses handlungsfähig bleiben dieses, okay ich lass mir das nicht nehmen.

00:31:54: Ich lasse mich nicht mein Leben nehmen und meine Lebensfreude und mein Lebenswillen weil irgendjemand eine Entscheidung trifft die mich natürlich sehr doll auch betrifft wo ich keinen Mitspracherecht hatte.

00:32:12: aber es war so.

00:32:14: nö mach' ich nicht mit dann mache ich's irgendwie selber.

00:32:18: Also quasi aus der Ohnmacht in dem Moment über die Wochen dann zurück in die Selbstermächtigung.

00:32:24: Ja, das war auch gar nicht so leicht.

00:32:27: tatsächlich da musste ich auch neue Techniken für mich entwickeln so... Ich muss ja einen kompletten neuen Rahmen setzen.

00:32:32: also vorher war der Rahmen im Sinne von okay man hat ein tolles gemeinsames Leben man baut sich da was auf und Happy Ending Der ganze Rahmen war anders, dann bricht dieser Rahmen auf einmal weg.

00:32:46: und okay jetzt muss ich diese Stadt komplett neu frame.

00:32:50: Und das hatte ich tatsächlich mir so ein bisschen erarbeitet.

00:32:56: wie kann ich da jetzt mit umgehen?

00:32:58: Wie kann ich auch die Festplatte da ein bisschen neu überspielen?

00:33:02: weil die Stadt natürlich auch einen ganz anderen ganz anders verbunden war für mich.

00:33:09: Da waren noch keine neuen Erinnerungen und keine neuen Verbindungen mit gewissen Orten.

00:33:14: Da waren nur diese alten Verbindenden mit dieser Stadt, und du kannst nicht einfach eine Festplatte löschen in deinem Schädel – das geht nicht!

00:33:22: Aber du kannst die Perspektive ändern und die Aussicht... Und das habe ich dann gemacht.

00:33:30: Ich hab nur ein bisschen einfach reframed.

00:33:32: was spricht auch dafür nach Düsseldorf zu gehen und was hat mich dazu gebracht?

00:33:38: in meiner alten Kanzler zu kündigen und was hat mich auch dazu gebracht, zu sagen gut ist das jetzt ein guter Zeitpunkt auch noch mal etwas Neues zu sehen.

00:33:46: Und das hat sehr geholfen tatsächlich, weil es war wieder dieses Rückführen die Kündigungen waren meine Entscheidungen.

00:33:54: Ich wurde nicht gezogen!

00:33:56: Das waren meine einen guten Zeitpunkt für mich gefunden zu sagen, hey das ist eine super Chance jetzt nochmal aus dem Job raus und woanders rein.

00:34:04: Wo es vielleicht noch neue Entwicklungsmöglichkeiten gibt.

00:34:07: Das ausgerechnet Düsseldorf war so nicht geplant.

00:34:11: ich habe da nur die Chance gesehen die Chance ergriffen und mich darauf zurück besonnen so zu gucken.

00:34:19: was war eigentlich der ursprüngliche Plan auch?

00:34:22: Was hat mich noch bestärkt in meinen Entscheidungen unabhängig von einer anderen Person?

00:34:29: Und jetzt ist das ja schon fast der Auslöser, fast ein Jahr her oder September hast du gesagt.

00:34:35: Du bist eingestiegen mit Mut wenn.

00:34:37: ich habe zwei Fragen dazu also was eine ist wo hat sich für dich in diesem jahr dein mut gezeigt?

00:34:45: Also dass ihr eigentlich stieg mit Mutig, du gehst in die große Stadt von Göttingen nach Düsseldorf dann stellt sich heraus wahre Mut ist dann mit der Situation wie sie sich anders ergeben hat umzugehen dran zu bleiben.

00:35:00: und was würdest du sagen, ist das Gold?

00:35:03: Was du da am Ende erntest.

00:35:05: Du hörst es für mich zumindest an wenn du erzählst dass es da Früchte gibt oder Geschenke die du schätze sag ich mal die du heben konntest oder entdecken konntesst.

00:35:19: also der Einstieg mit dem Mut den habe ich einfach gewählt weil ich zu dem Zeitpunkt Als ich da mit all diesen Emotionen gekämpft habe und auch geschaut habe, wie geht es weiter?

00:35:34: Und auch in völliger Unwissenheit war.

00:35:36: Mit dem was kommt... Ich hab mich nicht als mutig angesehen!

00:35:40: Ich hab gedacht, woher kann man eigentlich so viele dumme Entscheidungen auf einmal

00:35:44: treffen?!

00:35:46: Wie konnte ich so naiv

00:35:47: sein?!

00:35:48: Ich bin ein Mensch, ich drehe mich dann noch vorwärtsrück jetzt durch den Fleischwolf.

00:35:52: Was dich

00:35:53: zuerst mal selbst verurteilt

00:35:55: hat.

00:35:55: Ich kann mich erinnern, als wir meine Wohnung aufgelöst haben.

00:36:01: Mein Vater hat gestrichen.

00:36:02: ich bin da rein in mein Lärkorteschlafzimmer.

00:36:04: Ich habe mich heulend an seine Schulter gelähnt und alles was ich rausbringen konnte war wie das stimmt nicht mit mir.

00:36:14: Wie konnte ich einfach nur so naiv und vertrauensvoll?

00:36:19: Das kannst du ja gar nicht vorstellen.

00:36:21: also das hat sich nach Mut angefühlt.

00:36:25: Deswegen zurückblickend gucke ich da drauf und denke, boah, irre.

00:36:31: Krass durchzuziehen in dieser Situation und immer nur kleine Schritte nach vorne zu machen.

00:36:37: Immer ein Step weiter, okay?

00:36:40: Dann radiere ich jetzt die Wohnung.

00:36:41: Okay dann gehe ich da jetzt hin.

00:36:43: Okay, dann lagere ich mal für mal neunzehn Prozent meiner Sachen ein.

00:36:52: Und die Schätze, die ich geerntet habe... Also ich hatte natürlich lange Zeit nur den Verlust gesehen.

00:36:56: Sehr sehr lange.

00:36:58: Aber das gab dann diesen Moment von.

00:37:02: was hat mir diese Zeit alles auch gezeigt?

00:37:05: und ein ganz toller Schatz ist wie viel Wärme und Liebe von außen ich erfahren habe zum einen von definitiv meiner Familie Freunden und wie oft Menschen gefragt haben, ob es mir gut geht.

00:37:29: Also dieses... das so rückblickend immer wieder Menschen an mich gedacht haben und nach meinen Empfinden gefragt haben oder auch einfach gefragt haben ob sie mir was abnehmen können und auch geholfen haben teilweise nur sowohl aus Göttingen als auch dann in Düsseldorf.

00:37:48: Das kam ja dann auch dieser Swift von also dieser Twist.

00:37:53: Okay, ich habe jetzt meine alten Leute nicht mehr in meiner Umgebung.

00:37:55: Aber ich lerne hier gerade einen Haufen neuer Leute kennen und das stellt sich heraus.

00:37:59: Düsseldorfer sind superfreundlich!

00:38:03: Und auch super hisbereit und das war dann... Ich hab sehr gelernt echtenhaufen Menschen um mich herumzuschätzen und die kleinen Dinge zu schätzen.

00:38:13: Das muss nicht immer was Großes sein.

00:38:15: Es kann manchmal einfach nur ein nettes Gespräch tatsächlich sein.

00:38:22: So zu erkennen, hey so schlimm ist wird das nicht.

00:38:25: Und was hast du über dich gelernt?

00:38:27: Also was ist der Schatz in dir?

00:38:29: Das wird jetzt super kitschig klingen!

00:38:32: Was ist die Bewertung?

00:38:35: Ich habe über mich gelernt dass ich zum einen einfach ein sehr liebes werte Mensch bin und zum anderen Dass ich viel stärker bin als ich es manchmal auch gedacht habe.

00:38:55: Das auch hängt dann natürlich mit dieser Panikstörung zusammen, wenn du mit Angst zu kämpfen hast und Angst deine Entscheidungen leitet.

00:39:03: Und Angst auf über dich bestimmt... dass ich in der Lage bin zu sagen, nein, möchte ich nicht!

00:39:12: Ich entscheide.

00:39:13: Ich entscheite wohin ich gehe?

00:39:15: Ich entscheibe was ich

00:39:16: mache?!

00:39:17: Ich treffe vielleicht auch manchmal nicht so clevere Entscheidungen aber ich lebe mit meinen Entscheidungen und das war also Mir sehr meiner selbstbewusst geworden in der Zeit und auch danach so rückblickend.

00:39:33: Ich habe zwei Wörter, die ich dir gerne anbieten würde.

00:39:36: Gerne!

00:39:37: Vielleicht hast du für dich noch klarer entdeckt dass du dir gegenüber loyal bist und dir vertrauen kannst?

00:39:47: Also Loyalität wie gesagt steht bei mir sehr hoch im Kurs ist einfach ein Charakterzug von mir.

00:39:53: Und ja es stimmt schon das ich dann einen kleinen Fist gemacht habe loyalität anderen gegenüber auch loyalität mir gegenüber.

00:40:04: Das ist sehr zutreffend.

00:40:07: Habe ich es auch noch nicht gesagt bekommen, danke!

00:40:09: Ja und was du jetzt nicht wiederholt hast ist halt vertrauen ne?

00:40:12: Du bist ja in der Situation vertraut und das war dann enttäuscht.

00:40:17: Hattest du hier ankamst?

00:40:19: Für mich ist ja immer so eine... Ich musste das ja auch hart lernen.

00:40:21: Ich hab dann realisiert dass ich mich selber in dem moment wo das Vertrauen zerbrochen ist habe ich mich selbst enttäuscht also aus der Torschung rausgenommen.

00:40:34: Und dass du aber durch die Reise, die du jetzt und Geschichte von einem Jahr, die Du erzählt hast vielleicht gelernt hast und entdeckt hast, das Du Dir vertrauen kannst, dass Du Dich durch diese Krise durchgeführt hast?

00:40:45: Dieses Vertrauen hatte ich aber auch schon vorher...

00:40:48: Ich habe

00:40:49: in dem Jahr zwanzig-fünfundzwanzig sehr viel an mir gearbeitet tatsächlich.

00:40:52: Das denke ich, das hat mich da auch noch vorher also wirklich auch bestärkt hinter dieser Situation.

00:41:01: erlebt, ich wusste.

00:41:02: Ich kann darauf vertrauen dass wenn ich sage kümmere dich um dich das ich tun werde.

00:41:10: und deswegen mut für mich nicht die abwesenheit von angst gut für mich auch nicht immer ein tolles gefühl von absoluter sicherheit und zuversicht und im Sinne von ja ich mache das und es wird alles so toll sondern mut die möglichkeit unseres tun.

00:41:29: was werden wir tun unter welchen?

00:41:33: Und das geht von Umgang mit Emotionen zum einen.

00:41:39: Also, da war auch irre viel Wut.

00:41:42: Wirklich!

00:41:43: Natürlich war da wahnsinnig viel Wud und Enttäuschung.

00:41:46: Weil ich nichts gehört habe.

00:41:49: Es wurde geschwiegen danach.

00:41:52: Da war so viel Wude aber ich hab gesagt, ich lasse es nicht an anderen aus.

00:41:56: Dann hab' ich's aufgeschrieben.

00:41:57: Ich hab' das Kissen vermöbelt.

00:42:01: Also sowas macht man dann.

00:42:03: zum einen sich so ein bisschen bewusst sein, wie gehen wir um?

00:42:07: Wie handeln wir und auch zu Mut gehört eine andere ermutigen Hilfe annehmen.

00:42:13: Um Hilf bitten.

00:42:15: das sind So viele Möglichkeiten die sich auftun wenn wir handeln und handlungsfähig bleiben.

00:42:28: Aber ich kann auch immer verstehen Menschen sich nicht trauen.

00:42:33: Ich würde mich nie trauen, von einem Zehn Meter Brett zu sprengen und jedes Mal wenn wir mutig sind wachsen wir ein bisschen über uns heraus hinaus.

00:42:43: also Wir verlassen unsere Komfortzone Wir tragen vielleicht auch einen Risiko Und wir entwickeln uns.

00:42:51: aber dadurch steht es weiter und Nicht jeder Mensch ist dafür da Zu zeigen.

00:42:59: Also nicht jeder Mensch kann das.

00:43:03: Manchmal sind es dann eben die Menschen, die uns auch zeigen was passiert wenn man's nicht macht.

00:43:10: Da gibt sie den Spruch Wenn ich nicht entscheide, dann entscheiden andere für mich.

00:43:16: Und wenn anderen nicht entscheiden, entscheidest du?

00:43:19: Ja mutig.

00:43:21: Genau.

00:43:22: Wenn dich das zusammenfasst Dann geht es um Mut in Situationen In der Herausforderung, die uns das vor dir uns das Leben stellt und dann mutig unsere Möglichkeiten des Handelns zu erkennen.

00:43:38: Und zu entscheiden in kleinen Schritten mehr etwas Gutes zu tun?

00:43:43: Ja auch gleichzeitig aber auch um einer gewissen Unzufriedenheit zu entkommen.

00:43:54: Oder andersrum sich Bedürfnisse zu erfüllen oder was man braucht?

00:44:00: Auch sehr zutreffend!

00:44:02: Man kann es auch so viele Sachen übertragen wenn Unzufrieden ist mit seinem Leben, dann ändert was.

00:44:08: Dann trau dich aus deiner Konferenz rauszugehen und was anderes zu machen.

00:44:11: wenn du unzufriedend bist?

00:44:13: Mit der aktuellen Politik, dann äußert dich, dann... ...wertlaut unterschreibt die Petition für die Sache, die dir wichtig ist.

00:44:24: Wenn du sagst okay ich packe es nicht alleine das ist mir gerade so schwer Ich kann hier diese Riesenkiste nicht alleine schleppen dann klingelig beim Nachbarn Kommt da so klein mit Hutern und sagt, Können sie mir bitte helfen das um das zu machen?

00:44:39: Dann kommt na klar.

00:44:41: Richtig richtig.

00:44:43: Also geht es eigentlich darum Mutig sein sein Leben zu gestalten.

00:44:48: Ja Das ist sehr zutreffend.

00:44:50: mutig sein Sein Leben zu bestalten

00:44:54: Kann man vorstellen dass er Spaß macht.

00:44:56: Ja rückwirk macht dann irgendwie doch Spaß.

00:44:58: also wenn ich so In dem Moment selber ist es vielleicht nicht sonderlich spaßig Macht Spaß in eiskaltes Wasser zu springen nach einer heißen Sauna.

00:45:11: Fühlt sich danach super an, ja!

00:45:14: Ist es beim zweiten mal immer noch so schlimm?

00:45:16: Nein!

00:45:17: Aber wenn's dann geschafft hat ist man stolz oder?

00:45:22: Joa, Eva wir sind fast nicht fünfzig Minuten unterwegs und das heißt ich komme zu meinen letzten zwei Fragen.

00:45:30: die erste ist gibt es noch etwas was du abschließend sagen möchtest?

00:45:36: Ich möchte mich auf jeden Fall bei dir bedanken dafür, dass du mir hier deine Empathie geschenkt hast.

00:45:42: Dass du mir zugehört hast.

00:45:43: Das du mir auch schon vor dieser Aufnahme zugehörte hast.

00:45:48: Du bist mir aber deinem Sport überweg gelaufen.

00:45:54: Was ist das Wortes noch?

00:45:56: Ja beim Lauftraining und

00:45:58: ich möchte auch sofern sich bestimmt Leute anhören werden die es interessiert die mich kennen auch mich einfach nochmal bei denjenigen bedanken, die sich für mich eingesetzt haben.

00:46:12: Die auf mich geachtet haben das möchte ich dass sie das hier rüber auch noch mal hören und sich dessen bewusst sind, dass es manchmal ganz kleine Sätze waren, die für mich einen Unterschied gemacht haben.

00:46:26: Und wie war's für dich beim Empathie Schinker?

00:46:32: Aufregend!

00:46:33: Ich hab die ganze Woche so ein bisschen überlegt, was könnte ich denn so sagen?

00:46:37: Wie wird sich das Gespräch entwickeln und ist jetzt ja auch keine Werbung.

00:46:41: Gleichzeitig ein kleines Warmer für einen kleinen Traum den ich habe.

00:46:44: es gibt dann noch einen anderen Podcast da würde ich wahnsinnig gerne mal sprechen würde aber der ist ein bisschen zu groß.

00:46:51: Ah nee sagst du, ich würd dich einfach einmal rauszuhauen.

00:46:53: vielleicht hört das jemand und dann passiert's wie zum Nachbarn gehen und sagen kannst du mir mal helfen?

00:46:58: Ja, also ich bin ein großer Fan von Chris Urrells Auf und Ab Podcast wo Leute über das Auf-und-Ab des Lebens sprechen.

00:47:05: Und... Das ist so mein Minitraum damals zu sitzen und mit ihm über diese Themen zu sprechen.

00:47:12: Also wer ist da?

00:47:13: Chris?

00:47:14: Chris Urrell!

00:47:15: Chris Urrel wenn du den Podcast hier hörst dann lacht die Eva ein.

00:47:22: Genau ja.

00:47:23: in diesem Sinne Eva danke ich dir dafür, dass du dich mir gezeigt hast mit dem was dir wichtig ist und mit dem du gerne gehörten

00:47:31: möchtest.

00:47:32: Ich freu dich.

00:47:33: Danke dir sehr gern!

00:47:35: Das war Episode onehundertundzwanzig Die Möglichkeiten unseres Tons.

00:47:40: Bitte kümmere Dich um Dich.

00:47:41: Wenn dir der Podcast gefällt, dann folge und bewerte ihn und teile ihn mit deinen Freunden in den Sozialmedien.

00:47:47: Und wenn du mit etwas gehört werden möchtest oder mehr ein Feedback geben magst, dann schreib mir an podcastatempartyschenker.de.

00:47:54: In diesem Sinne bis in zwei Wochen!