#120: Sexualität und Vergänglichkeit

Shownotes

"Was ist mir wirklich wichtig?

Und ich glaube dann würden wir ganz stark auch wegkommen von, es gibt Normen an die muss ich mich halten und als Mann Frau, was auch immer habe ich diese Rolle, die ich bei der Sexualität erfüllen muss, hinzu was ist eigentlich für mich gut in diesem Moment.

Quais die Frage ist, wer ist eigentlich für meinen Genuss in der Sexualität zuständig? Bin ich es oder ist es die Person oder die Personen, die mit mir sexuell aktiv sind.

‚La petite mort‘ der kleine Tod, da kommt ja schon irgendwie in dem Ausdruck, den es schon lange gibt, diese Verknüpfung von Sexualität und Tod vor.

Und die Frage ist jetzt natürlich, ja warum den, also was hat den jetzt der kleine Tod mit dem Tod an sich zu tun?"

Miriam lädt Menschen ein sich einen sicheren Raum zu schaffen, in dem sie offen und ehrlich über Tabu- und Schamthemen reden können, weil es einen unterschied für das Leben macht.

Intuitiv lassen wir uns gemeinsam auf solche ein Gespräch in dieser Episode ein und sprechen über Grenzen, Konsens und die Entdeckung des gemeinsamen Seins in der Sexualität und Vergänglichkeit.

Wir haben uns mit Sicherheit auf Unsicherheit eingelassen und es eine inspirierende Verbundenheit entstanden, die uns bis zum Sinn des Lebens geführt hat.

Und jetzt viel Spaß beim Zuhören!

Mehr über Miriam kannst du hier erfahren: https://www.linkedin.com/in/miriam-siegenthaler-371235132/

Wenn du selbst mit etwas gehört werden möchtest, Fragen hast oder mir ein Feedback geben magst? Dann erreichst du mich unter: podcast@empathieschenker.de

Music by Scott Holmes https://scottholmesmusic.com/tracks/storybook/ https://freemusicarchive.org/music/Scott_Holmes/inspiring-background-music/storybook

Transkript anzeigen

00:00:00: Was ist mir wirklich wichtig?

00:00:02: Und ich glaube, dann würden wir ganz stark auch wegkommen von.

00:00:05: es gibt Normen an die muss sich mich halten und als Mann-Frau was auch immer habe ich diese Rolle, die ich bei der Sexualität erfüllen muss hinzu.

00:00:15: Was ist eigentlich für mich gut in diesem Moment?

00:00:17: quasi?

00:00:18: die Frage ist wer ist eigentlich mit meinen Genuss in der Sexualitätszuständig?

00:00:22: Bin ich es oder ist es die Person oder die Personen, die mit mir sexuell aktiv sind?

00:00:29: La petite mort, der kleine Tod.

00:00:32: Da kommt ja schon irgendwie in dem Ausdruck, den es schon lange gibt dieser Verknüpfung von Sexualität und Tod vor.

00:00:40: Und die Frage ist jetzt natürlich, warum denn?

00:00:42: Also was hat dann diese kleine Tod mit dem Tod an sich zu tun?

00:01:05: Hallo und herzlich willkommen zum Empathie Schenker!

00:01:09: Dem Podcast für mehr gegenseitiges Verständnis in unserer Gesellschaft.

00:01:14: Mein Name ist Sebastian Kremser

00:01:15: und ich

00:01:16: höre meinen Gästinnen und Gästen zu, um zu verstehen was sie bewegt.

00:01:22: Heute höre ich Miriam zu!

00:01:24: Sie lebt Menschen ein sich einen sicheren Raum zu schaffen in dem sie offen und ehrlich über Tabu- und Charmthemen

00:01:30: reden

00:01:30: können weil es einen Unterschied für das Leben macht.

00:01:33: Intuitiv.

00:01:34: lassen wir uns gemeinsam auf solch ein Gespräch in dieser Episode ein

00:01:38: und sprechen

00:01:38: über Grenzen Konsens und die Entdeckung des gemeinsamen Seins in der Sexualität und Vergänglichkeit.

00:01:45: Wir haben uns mit Sicherheit auf Unsicherheit eingelassen und es ist eine inspirierende Verbundenheit entstanden, die uns bis zum Sinn des Lebens geführt hat.

00:01:53: Und jetzt viel Spaß beim Zuhören!

00:02:04: Was bewegt

00:02:16: mich?

00:02:17: Also ich glaube, was mich so bewegt ist diese Verknüpfung von Sexualität und Vergänglichkeit.

00:02:25: Ich werde mit diesem Thema auch ein Buch... ...ich glaube das hast du ja gesehen und darum sind wir im Kontakt.

00:02:32: Und ja, ich möchte einfach, glaub' ich, einen Raum öffnen wo wie die Unsicherheit, die Zweifel, die Fragen vielleicht auch zum Thema Sexualität mehr Platz bekommt.

00:02:46: Dass es nicht immer so dieses Ding ist, von... Es ist wie ein Hochsommer der immer schön und lustig und leicht ist.

00:02:58: Also das Thema ist Sexualität und Vergänglichkeit.

00:03:03: Und damit möchtest du einen Raum öffnen darüber zu sprechen dass es nicht nur ein hoch ist und alles Schönes sondern auch noch was anderes.

00:03:18: Genau, weil ich glaube wenn wir so Römer auch haben und Menschen sich verletzlich damit zeigen können dann sind eigentlich ganz viele Ideen, Ressourcen, Hilfsmöglichkeiten werden da schon vorhanden.

00:03:37: Aber weil Sexualität oftmals eben so in diesem leichten, es geht immer für alle ist einfach dargestellt wird.

00:03:46: Kommt dann die zum Beispiel zu mir in die Therapie und denken sich ich bin der oder die Einzige mit diesem Anliegen was natürlich überhaupt nicht so ist.

00:03:56: Die ein Thema, ein Problem mit Sexualität haben und dann zu dir kommen um nach ja Lösungen Heilung Klärung suchen.

00:04:13: Jetzt frage ich mich gerade, damit wir es so ein bisschen frame in den Rahmen geben als Einstieg, Sexualität und Vergänglichkeit.

00:04:21: Und jetzt hast du gesagt, die kommt zu dir in die Therapie deswegen... Ich weiß das ja aber die hören noch nicht.

00:04:26: Du bist sexuell Therapeutin Deswegen beschäftigst du dich mit dem Thema?

00:04:30: Und du hast grade darüber gesprochen von wegen auch sicheren Raumorte darüber zu reden.

00:04:34: So habe ich das verstanden.

00:04:35: und wie schaffen wir diese sicheren Räume?

00:04:37: ist dass so das worums geht?

00:04:40: Ja, genau.

00:04:41: Es geht genau um das!

00:04:42: Also wir schaffen mir diese sicheren Räume und auch nicht nur in der Therapie weil ja da ist es mein beschrieben dass dein Raum entsteht der sicher ist.

00:04:54: aber ich meine jetzt wirklich auch quasi du hast als Jugendlicher hast du sexuelle Bildung.

00:04:59: Da lernst Du was über Sexualität.

00:05:02: im Idealfall geht's nicht nur um um das vermeiden von Schwangerschaften und Krankheiten, sondern um Lust.

00:05:08: Um Konsens.

00:05:09: Und wie geht es mir in meinem Körper?

00:05:11: Meine Bedürfnisse

00:05:12: usw.?

00:05:13: Aber dann wo sind ... Wo ist diese Möglichkeit wenn du mal erwachsen bist?

00:05:19: Weil ich meine die sexuelle Biografie, wenn man sich die anschaut, hat sie immer irgendwelche Höhen- und Tiefen.

00:05:25: Es gibt Veränderungen.

00:05:27: vielleicht trennst du dich, lernst jemand Neues kennen schon dass Das wird einen Einfluss haben auf deine Sexualität ... und dann tauchen vielleicht neue Unsicherheiten oder Fragezeichen auf, die du vorhin nicht hattest.

00:05:41: Ja also aufgrund neuer Erfahrungen, neuer Kontexte... Und wenn ich dich richtig verstehe, dann geht es dir wirklich darum, wo haben wir die Räume?

00:05:48: Dass wir über Sexualität reden können wie's mir damit geht, was sind meine Themen dabei,... ...und dass ich mich dabei auch sicher fühlen kann ohne das es irgendwie so ein,... ...ich sag jetzt mal so, als ob Ö-Thema ist ja.

00:05:59: Ja genau, genau!

00:06:00: und eben in Kombination mit, ich sag mal ganz weitgefasst diesen Thema Vergänglichkeit.

00:06:06: Also eigentlich immer dann wenn im Leben was passiert, was uns vielleicht auch an Grenzen bringt.

00:06:15: also ich sage immer ein Einschneiden des Lebenserragnis aber das kann ja sowohl positiv wie negativ sein.

00:06:22: Wir würden wahrscheinlich sagen, ihr ein Kind bekommen ist ein positives Lebenserarzt für die Allermeisten.

00:06:28: Und trotzdem wird das ja irgendwo sich in der Beziehung, in der Sexualität... ...wird sich das spiegeln?

00:06:36: Also da wird es eine Veränderung geben!

00:06:39: Ja also ein Ereignis genau wie du schon sagst, dass letztlich etwas für mich verändert und was einen Auswirkungen auf meine Sexualität

00:06:50: hat.

00:06:54: Da gibt es natürlich Dinge, über die sprich man vielleicht ein bisschen einfacher und über andere dann weniger.

00:07:00: Also wenn dann um den Tod, um Verlust geht oder um Erkrankung, dann wird plötzlich so zum Tabu im Tabu.

00:07:10: Aber das sind ja trotzdem Fragen, die da auftauchen können in so einem Prozess.

00:07:18: Das wäre jetzt auch meine Frage.

00:07:20: Sexualität ist das eine, das andere ist ja Vergänglichkeit.

00:07:25: Meinst du halt mit Vergänglichkeit dann tatsächlich Vergängigkeit des Lebens oder vergänglichkeit des Moments der Sexualität?

00:07:34: Ich mein damit beides weil für mich hängt die ganz stark zusammen.

00:07:38: ich mein einerseits Ja das Leben wird vergehen.

00:07:41: Dann stellt sich für mich die frage wenn ich mir das wirklich bewusst bin und immer wieder vielleicht auch den, das klingt so poetisch.

00:07:51: Den Tod als Helferin zu handen nehmen und mich fragt auch für die Sexualität okay ich hab nicht für immer Zeit was ist mir wirklich wichtig?

00:08:02: Und ich glaube dann würden wir ganz stark auch wegkommen von.

00:08:06: es gibt Normen an die muss sich mich halten und als Mann Frau was auch immer habe ich diese Rolle die ich bei der Sexualität erfüllen muss geht zu.

00:08:16: Ja das mag sein, dass wir es haben.

00:08:18: Aber was ist eigentlich für mich gut in diesem Moment?

00:08:21: Also dass es im Moment sein geht natürlich aber dann auf der anderen Seite auch die Vergänglichkeit, sich Dinge ändern und nicht immer nur zum Guten.

00:08:34: also ich meine nicht dieses Ah ja, steht es noch ein bisschen mehr optimieren und noch was Neues dazu lernen.

00:08:40: Sondern dass es eben auch manchmal in der Sexualität Momente gibt wo man Abschied nehmen muss.

00:08:47: Ein Trauerprozess ist, wo was nicht mehr so ist wie's mal war.

00:08:53: Ja also im Sinne von Vergänglichkeit von dem was noch geht, so nach dem Motto?

00:09:01: Also auch physisch körperlich... ... annehmen.

00:09:05: und was verändert sich dann da, das heißt ja nicht dass Sexualität dann nicht mehr stattfindet.

00:09:09: Genau!

00:09:10: Und das andere was du angesprochen hast ist... ... welcher Bedeutung gebe ich Sexualität?

00:09:15: Wenn ich mir klar mache, das Leben ist immer zu Ende,... ...dass ich mir auch sage... ...wie wichtig es.

00:09:22: mit der Zeit und Achtsamkeit möchte ich da reingehen und... ...mich selber wahrzunehmen, was für mich eigentlich Sexualität ist.

00:09:29: Was wünsche ich mir wie ich das lebe und mich dann wahrzunimmt, was macht das mit mir?

00:09:33: und was spüre ich dann so?

00:09:37: Und ist es denn, wenn ich mehr bewusst bin, dass ich nicht für immer Zeit habe und endlich bin?

00:09:42: Ist das dann zum Beispiel wirklich wichtig wie meine Leistung in Anführungs- und Schlussstrichen intersexualität ist.

00:09:49: Wie ich aussehe, wie ich vom anderen wahrgenommen werde?

00:09:53: oder geht's um das was du sagst?

00:09:55: Wie fühlt sich das an?

00:09:56: Also was spüre ich in meinem Körper, wie empfinde ich das, was passiert.

00:10:01: Kann nicht bei mir und meiner Wahrnehmung sein und da in die Lust gehen mit dem man es sich spürt.

00:10:09: Ja.

00:10:12: Da denke ich gerade um da rein zu gehen, dann brauche ja wieder Sicherheit um mich dann halt auch... also wenn du sagst die Lust geht, dann verstehe ich damit auch mich in die lust fallen zu lassen.

00:10:20: Ja absolut.

00:10:23: Dann brauchen wir sicherer Räume.

00:10:26: Genau.

00:10:27: Und das finde ich auch spannend, diese sicheren Räume.

00:10:31: Ich glaube da hat ja die Konsens-Diskussion da ganz viel zu bei und ich glaub dass es eben nebst dem Konsens oder quasi vor dem Konsense kommt für mich die Sicherheit weil wenn ich mir nicht sicher bin mit meinen Sexualpartnern dann kann ich nicht Ja und Nein sagen so wie's eigentlich wirklich für mich ist.

00:10:57: Da kenne ich einen Prinzip vom Human Awareness Institute.

00:11:00: Das heißt nur ein klares Jahr ist ein Ja, alles andere ist ein Nein also selbst ein Jein.

00:11:05: Und dann gibt es vielleicht noch ein Vielleicht.

00:11:10: das heißt es gibt immer noch eine Grenze und sofort ein Stoppschild quasi.

00:11:16: Ich glaube da gehört ganz fest die Fähigkeit dazu gemeinsam in der Unsicherheit zu sein eigentlich in dieser Ja, ich weiß es gerade nicht.

00:11:28: Keine Ahnung was jetzt gut ist und was ich möchte und kann dann mein Gegenüber da bleiben das mit mir mithalten dass ich es nicht weiß oder dass ich eine Grenze von mir oder von dir übergangen bin und wir dann zusammen das auch wieder ein Repairing machen und das Auflösen zusammen.

00:11:50: das finde ich wichtig weil Wir werden es nie schaffen, dass wir wilder die eigenen noch die Grenzen von anderen irgendwie übergehen.

00:11:58: Auch wenn wir das nicht möchten?

00:12:01: Das ist immer wieder passiert und dass man dann in dem Moment achtsam ist sie mitbekommt und das Stoppschild hoch halten kann um dann auch... ...in den Dialog darüber zu gehen was ist gerade passiert.

00:12:14: Und dann sagen wie geht's mir jetzt damit, wie gehts jeder mit und was brauchst du um in der Heilung wiederzukommen damit das Vertrauen wieder gestärkt wird.

00:12:22: Und ich glaube daraus kommt dann die Sicherheit, dass eben diese Beziehung auch die Unsicherheit tragen kann.

00:12:32: Ich habe so einen Impuls gerade nach oder eine Frage... Du bist ja eingestiegen mit dem Ding dieses Leistungsorientierte, also sexualisiert als etwas wo es um Performance geht?

00:12:44: Also ich bin da beide.

00:12:45: das ist etwas wo ich sage, also die frage stelle ich mir gar nicht mehr sondern mir geht es um Verbindung und Verbundenheit fühlen.

00:12:55: Meine Überraschung ist, ohne Sexualität einfach so ein Gespräch wie wir das jetzt führen erzeugt ihr auch Verbindungen.

00:13:00: Ja absolut!

00:13:01: Und das ist ja für manche Leute schon intim.

00:13:05: Und im Grunde geht's ja darum doch auch Konsens angesprochen dass bevor es überhaupt zur Sexualität kommt oder darum geht darüber zu sprechen also... Was ist mir wichtig?

00:13:17: Wo?

00:13:17: was sind vielleicht meine Ängste, was sind meine Wünsche.

00:13:21: Was sind meine Grenzen?

00:13:24: und allein darüber zu sprechen?

00:13:26: also ist jetzt noch einmal so ein Eindruck den ich habe ist für dass es Menschen schwer fällt darüber zu sprechen.

00:13:34: stattdessen machen sie's lieber einfach und haben dann den Salat.

00:13:40: weiß wie ich mein

00:13:41: Ja, ja.

00:13:42: Ich weiß, du meinst und ich glaube man muss auch ein bisschen empathisch sein weil wo sind denn auch da wieder?

00:13:50: Wo lernen wir denn das?

00:13:52: Also ich glaube nicht dass wir Lernen offen und ehrlich über Sexualität zu sprechen oder noch nicht.

00:13:58: oder vielleicht sind wir in einem Wandel aber ganz viel haben dann nicht das mitbekommen sich frei zu äußern oder zu sagen was gerade wirklich passiert.

00:14:11: Ja.

00:14:12: Das geht ja dann so weit, dass das Drama entsteht und wir diese Übergriffigkeiten, sexuelle Übergriffe als sich in der öffentlichen Diskussion haben.

00:14:24: Weil wir vorhin nicht darüber reden oder es den Raum nicht gibt, popt dann halt das Extremauffall dazwischen irgendwie so ein Vakuum ist?

00:14:33: Ja genau!

00:14:35: Und dann entsteht noch mehr Unsicherheit oder wird's ja noch schwieriger darüber zu reden weil ... Warum geht's hier gerade?

00:14:42: Und dann kommt vielleicht noch Scham dazu.

00:14:45: Und Scham hat ja eh die Tendenz, dass man sich verstecken möchte und nicht unbedingt offen ans Licht treten möchte.

00:14:51: Ja.

00:14:52: Ich glaube das andere ist auch ich merke es.

00:14:55: Man kann ja auch also achtsam... Also nicht mal ein einfaches Beispiel, wenn man zur Begrüßung umarmt einen Menschen, da kann ich das ja so pauschal machen oder zerquetschend Ja.

00:15:10: Oder ich kann es halt auch achtsam machen, wo ich im Moment innehalte um mich und dem anderen auch wahrzunehmen?

00:15:16: Da merke ich auch das ist schon für Leute, einige Menschen weil da die Unsicherheit ist kenne ich nicht.

00:15:21: wie ist das jetzt hier gemeint?

00:15:24: ja.

00:15:27: Und dann kann ja auch wieder ganz viel Intimität entstehen wenn du dich da wirklich aufmachst für die Berührung in der Umarmung.

00:15:36: Genau.

00:15:36: Dann gibt's ja Nähe.

00:15:40: Und ich glaube, das Wichtige ist dann diese Nähe nicht zu verwechseln.

00:15:43: Also die Nähe ist einfach nur eine Nähe... ...und nicht mehr.

00:15:47: und weil ich diese Näher zulässe heißt es nicht dass jemand weitergehen darf?

00:15:51: Ja!

00:15:52: Und weil sich diese Nähen quasi in dem durch ne achtsame Umarmung angeboten hat, heißt es auch nicht, dass ich mehr will.

00:15:56: Ja genau und ich glaube das gleiche gilt für das Sprechen über Sexualität, weil da auch schnell mal der Gedanke dabei ist jetzt unterhalten wir uns was heißt das jetzt?

00:16:08: heißt es jetzt, wir möchten in einen sexuellen Raum reingehen.

00:16:11: Weil das Thema ist und warum geht's überhaupt nicht?

00:16:15: Aber ich glaube genau das zeigt sich dann oft zum Beispiel in der Unsicherheit wenn Klientinnen nicht wissen wie sie die Sexualität zb bei Fachpersonen ansprechen sollen und umgekehrt weil da eben dieses Ding ist von ja natürlich Es geht jetzt um Sexualität aber Ich bin auch ein sexuelles Wesen da kommt irgendwie ein persönlicher Anteil mit rein und dann können wir das irgendwie auseinanderhalten.

00:16:41: Das ist eben nicht zu nah zu... aufgeladen quasi, ...dann wert.

00:16:47: Da habe ich jetzt gesagt ja, dass es auch eine krasse Herausforderung hat für alle Beteiligten weil dafür brauchst du eine Bildung ne?

00:16:53: Also eine sexuelle Aufklärung, dass du... du unterscheiden kannst.

00:16:58: Wir reden jetzt darüber Und das heißt nichts weiter und Ich kann auch klar für mich meine Grenzen setzen, dass sich dem noch sagen Ey!

00:17:05: Ich rede darüber Und trotzdem habe ich einen Nein.

00:17:10: Also Kompetenzentwicklung, also...

00:17:12: Ja genau.

00:17:16: Ich denke gerade und dann gibt es ja noch so andere Themen wenn ich dann noch so mein Thema hab nach dem Motto Zugehörigkeit ja und so so People Pleaser Nice Snack ja und dann ich mag, ich möchte eine Verbindung mit den Menschen und dann wähle ich diese Strategie und lasse mich doch drauf ein und wo ich das gar nicht will ne?

00:17:32: gefährlich, also diese Kompetenz gut auf mich zu achten.

00:17:36: Wozu ich mich wahrnehmen muss?

00:17:38: Ja genau.

00:17:40: und gleichzeitig wenn ich jetzt auf das Beispiel mit Fachpersonen und Klientin zurückkomme... Wenn dann die Fachperson nichts sagt, dann denkt sich die KlientIn, ah, die Sexualität ist wohl nicht so wichtig oder es ist nur für mich vielleicht so aber das hat hier halt keinen Platz.

00:18:00: Aber eigentlich sind die Fragen ja schon da, aber die bleiben dann halt unbeantwortet.

00:18:04: Ja also als Fachperson kannst du halt den Raum aufmachen und dazu einladen weil du als Fach oder Experte quasi eine Legitimation hast für das Thema?

00:18:16: Aber wenn, wie du sagst die Bildung da ist das Verständnis da ist eine eigene Auseinandersetzung schon stattgefunden hat dann kannst den Raum aufmachen.

00:18:26: Es wird wahrscheinlich schwierig weil dann kommen ganz schnell auch die Vorurteile die Normen die Glaubenssätze.

00:18:34: ich darf doch nicht überreden was will jetzt ihre Machtposition ausnutzen?

00:18:40: Ist es hier gefährlich für mich?

00:18:42: also wir aber auch stark damit er eben Thema der Integrität und der Fachpersonen.

00:18:47: Ja, genau.

00:18:51: Wo ich ja immer dann auch sage dass es schon gesund ist, eine Skepsis zu haben bis ich diese Fachperson wirklich kenne?

00:18:58: Ja absolut!

00:18:59: Auch da wieder diesen sicheren Raum.

00:19:02: oder was fühlt sich jetzt gut an wie viel möchte ich auch teilen mit diesem Mensch?

00:19:08: Jetzt habe ich noch den einen Punkt wo ich sag... Weil du sagst ja, wo haben wir diese Räume quasi in unserer Gesellschaft als Erwachsene?

00:19:14: Dass wir da sicher drüber reden können und ich finde es schon irgendwie so ein bisschen schade um mich zu sagen traurig.

00:19:24: Wenn wir nur darüber reden über das Thema zu reden ganz schnell dann auch bei dem Punkt sind Ja, dann gehe ich zu einer egal ob Sexualität oder andere Themen also Lebensthemen Dann geht man immer zum Therapeuten so noch den Motor ist.

00:19:37: Wo ich sage oder wenn nicht Hier den Empathie Schenker macht, dann gibt's manchmal Leute.

00:19:41: Das ist ja wie in der Therapie.

00:19:42: Da sag ich auch.

00:19:43: Wir geht es nicht um Therapie, sondern um Mensch zu sein und dass wir miteinander in Verbindung gehen und darüber reden was bewegt uns denn als Wesen?

00:19:54: Also als Mensch und nicht nur in der Sache noch dem Motto... Mein Haus, mein Auto und so weiter.

00:20:01: Und meine Kohle ja?

00:20:02: Sondern wie geht's mir als Mensch und wo können wir darüber reden, wie es uns als Mensch geht... ...und ein Thema ist halt Intimität und Sexualität.

00:20:08: Worüber wir jetzt reden ne?

00:20:11: Jetzt hab ich schon eine Frage.

00:20:12: Das sind mal meine zweite Frage.

00:20:14: Warum ist das Thema wichtig also?

00:20:16: Jetzt bist du ja sogar sexy Altherapäutin.

00:20:19: Vielleicht ist das so eine logische Schlussfolge um deiner Reise dass du dann da gelandet bist.

00:20:22: weil ich die frage erst einmal dich wird ja vorher schon das Thema Sexualität und wie kann man darüber reden beschäftigt haben irgendwann Und wie ist es dazu gekommen und warum ist dir das Thema wichtig?

00:20:34: Ich glaube, das Thema ist mir wichtig.

00:20:36: Weil ich hatte eine zeitlang Zellveränderungen an der CERVEX aus einem Gebärmuttermund.

00:20:44: Und ich habe für mich gemerkt, dass macht ganz viel mit mir meinen Verständnis von mir selbst meiner Sexualität, meine Beziehung.

00:20:50: Da tauchen ganz viele Emotionen auf, da tauchen Fragen auf... ...und ich hab keine Antworten gefunden!

00:20:56: Und ich habe keine Räume gefunden, wo das diskutiert werden konnte.

00:21:00: Wenn ich die Fachperson ein bisschen darauf angesprochen hab dann kam einfach nicht viel zurück und dann habe ich begonnen ganz offen darüber zu sprechen mit meinem Umfeld und gemerkt wie viele Frauen das eigentlich betrifft und dass da ähnliche Gedankengefühle auftauchen können.

00:21:24: Da hat für mich auch so ein bisschen der Prozess begonnen von, wenn das schon einen Einfluss hat auf meine Sexualität und die ganze Beziehung.

00:21:34: Und alles was damit zusammenhängt.

00:21:36: wie muss es denn sein?

00:21:37: Wenn man nicht einfach von so einer Krebsvorstufe betroffen ist sondern von etwas Schlimmeren oder was Definitiven also quasi ja eben da war ich dann beim Thema.

00:21:50: kann es sein dass eigentlich alle sich auf die Sexualität auswirkt Aber das nicht irgendwie so ganz offen in... ...in meinem Feld ist, dass ich da nicht so viel darüber lese oder höre.

00:22:04: Ah ja, schon!

00:22:05: Also das heißt deine Zellveränderung die du hattest?

00:22:09: Das war eine Vorstufe von einem Gebärmutterkrebs?

00:22:13: Ja, ich meine es sind ja diese Papp-Abträche,... ...die eben diese Frühjahrkennungen sind.

00:22:18: Daraus kann sich natürlich, wenn das schlimmer wird mit der Zeit Krebs entwickeln.

00:22:23: Und dadurch hast du dann die Erfahrung gemacht und jetzt macht's Sexualität in Vergänglichkeit für mich auch Sinn?

00:22:27: Ja

00:22:27: ja genau.

00:22:29: Also alleine die Zählveränderung hat was gemacht wie du dich gefühlt hast... ...dich in der Sexualität erlebt hast.

00:22:37: Wenn es bei Experten angesprochen hattest, dann hast du da keine Antworten bekommen, die dir geholfen haben und hast dann gemerkt Es gibt gar nicht viele Räume.

00:22:45: und wenn du mit Frauen dann darüber ins Gespräch kommst, hast du gemerkt es geht vielen anderen auch so.

00:22:50: Und warum spricht niemand darüber?

00:22:52: Also quasi ist das ein Tabu ne?

00:22:54: Da hat es zufrieden auch schon mal erwähnt.

00:22:56: Also Tod ist ein tabu aber auch über Sexualität drehen irgendwie einen tabu.

00:22:59: Ja.

00:23:00: Und dabei geht's ja wenn man es mal runter bricht immer im beiden um Leben und Tod.

00:23:05: Ja um Lebendigkeit schlussendlich auch weißt du also ist eigentlich so nah beieinander.

00:23:13: Und hinzu kommt, dass ich mich ziemlich intensiv mit Meditationen beschäftigt habe.

00:23:18: Mit diesem buddhistischen Prinzip von impermanence also das alles eigentlich immer im Wandel ist.

00:23:25: und da hab' ich auch gedacht wie kann es sein?

00:23:27: Dass es... Das alles immer im wandel ist und dass so eine menschliche Erfahrung ist.

00:23:33: und gleichzeitig gibt's eigentlich keine Literatur die sich Sexualität aus diesem Gesichtspunkt zuwendet.

00:23:42: Ich habe dann meine Masterarbeit darüber verfasst.

00:23:45: und ja, da auch es gibt so eine Lücke.

00:23:48: Obwohl für mich eben wie du gerade gesagt hast, Sexualität, Leben sterben das ist für mich so nah beieinander.

00:23:55: Das gehört so fest zusammen dass es irgendwie so ja mich das verwundert hat.

00:24:05: Ja, also du hast gerade Lebendigkeit gesagt und für mich ist das eine Belebendigkeit.

00:24:08: Meine Definition dafür ist ja dass ich meine Emotionen wahrnehmen kann.

00:24:13: Dadurch kann ich dann meine Gefühle benennen weil ich sie... Also meine Emotion haben mich aber meine Gefüle habe ich.

00:24:20: Indem ich mich selbst wahrnehme und das erlebe und durchleben darf dadurch entsteht für mich Lebendlichkeit.

00:24:27: Und das ist ja auch so ein Gefühl verändern sich permanent.

00:24:32: Immer!

00:24:35: Gleichzeitig habe ich gerade gedacht, als du erzählt hast und dann haben wir so im Außen dieses Wir hätten gerne immer diese Sicherheit dass alles gleich ist.

00:24:41: Und das Thema was du ja beschreibst Sexualität Vergänglichkeit es ist ja nicht immer gleich.

00:24:48: Ich hab gerade gedacht vielleicht ist das so Da muss ich mich ja mit Veränderung auseinandersetzen.

00:24:53: Ja, genau!

00:24:56: Du musst dich dann mit Veranderungen auseinander setzen und ich finde das einen spannenden Kontrast quasi weil irgendwie wollen wir auch in der Sexualität Lebendigkeit... Auch in vielen Jahren von Beziehungen wünschen wir uns dass es ganz leidenschaftlich ist, wild ganz intensiv Und gleichzeitig entwickeln wir ja so gewisse Dynamiken, Abläufe die ganz vertrauen sind.

00:25:19: Routinen!

00:25:20: Ja, die auch irgendwie Sicherheit geben und dann ist man plötzlich da und fragt sich wo ist denn jetzt die Lust hin?

00:25:26: Wo ist die Fremdigkeit hin?

00:25:27: Und

00:25:28: dann heißt es ja unsere Sexualität ist tot.

00:25:30: Ja genau, ja.

00:25:32: Dann sind wir wieder in dem Raum.

00:25:34: als Paar können wir darüber reden.

00:25:37: wie und wo wollen wir darüber Reden?

00:25:42: Also sind wir.

00:25:43: Und dann frage ich mich halt, sind wir in Verbindung?

00:25:47: Wir sind zwar ein Paar aber sind wir verbindend.

00:25:49: Ja genau ja und hat es noch... Obwohl wir ein paar sind einen Raum für Ungewissheit.

00:25:59: Aufregung.

00:25:59: Spontaneität!

00:26:00: Für Aufregungen, für... Ich lass' mich mal auf was Neues ein.

00:26:04: Wir werden das jetzt.

00:26:09: Am Anfang wenn man sich noch nicht kennt ist alles aufregend.

00:26:13: Irgendwann kennt man das dann und denkt, man muss nicht mal aufregt.

00:26:15: Aber dann in das gemeinsame Gestalten gehen und erforschen.

00:26:22: Dann kann man ja gemeinsam mit anderen Dimensionen und Tiefen reisen.

00:26:27: Ja genau!

00:26:28: Das ist eigentlich ein schöner Punkt weil dann hast du die Sicherheit dass du dich eigentlich auf die Unsicherheit einlassen kannst.

00:26:37: Dieser Punkt kommt ja nicht am Anfang einer Beziehung.

00:26:40: Da braucht es ein bisschen Zeit, eine Basis.

00:26:42: Eine Stabilität und dann eigentlich von da aus ja wie du sagst wieder in dieses Entecken gehen.

00:26:49: Ich habe gerade an Surrender & Control gedacht.

00:26:54: Also Hingabe und Kontrolle.

00:26:56: Dieses Wechselspiel.

00:26:58: Ja genau.

00:27:00: Die Frage die ich mir gerade stell ist wie viele Menschen oder Beziehungen kommen dahin?

00:27:06: ... löst sich das vor, schon langweilig und dann sucht man das Nächste.

00:27:12: Und man ist immer wieder eine Wiederholung aber... Du kommst gar nicht in diese Sphäre wo es die echte Sicherheit eintritt sondern am Anfang nur die Aufregung immer wieder ist und dann ist die Aufregerung rum oder?

00:27:24: Ja!

00:27:26: Das ist in der Sexualität ein spannender Punkt oder wie du genau sagst ich meine... Ah ok wir sind ein paar Jahre zusammen mir ist langweillig was mache ich?

00:27:36: Ich suche mir die Aufregungen woanders.

00:27:38: Ich öffne die Beziehung, ich was auch immer oder sage ja eigentlich das ist eine Chance jetzt in dieser...in diesem Moment da zu bleiben und eine neue Qualität von Verbindung zu entwickeln auch.

00:27:53: Und dann kommt mir dann wenn du das sagst tatsächlich dann komme ich an den Punkt wo es wo ich eigentlich ins Innere eintauche.

00:28:03: Also dann geht es nicht mehr in, wie sieht jemand außen aus?

00:28:06: Haarfarbe, Körper, Alter, Fitness.

00:28:09: Was auch immer sondern... Der Satz, der mir kommt wer ist da noch oder wer bist du noch?

00:28:14: oder welches Wesen oder Sein bist du dem ich da begegnen kann unabhängig von den Äußerlichen was ich oberflächig war nehme Sondern was ist das was sich in deiner Tiefe erfahren darf?

00:28:24: oder In meiner Ere auch weil wir sehr pro

00:28:30: Und dann sind wir plötzlich beim gemeinsamen sein nicht mehr beim machen.

00:28:35: Oder weil man hat Sexualität nichts mehr mit, wir tun was

00:28:39: zu tun?

00:28:40: Wir sind.

00:28:41: Ja.

00:28:42: Genau.

00:28:42: Wir sind mit dem, was da ist und das kann irgendein sein ja.

00:28:48: Und dann tritt ihr... Ich fühl mich da gerade ein wenn ich mir das vorstelle, dann enttritt ihr eine Entspannung ein.

00:28:54: Mhm.

00:28:56: Und damit geht ihr eigentlich ganz wörtlich genommen, wenn die Muskeln sich entspannen, geht ihr nochmal in ein ganz anderer Raum auf.

00:29:02: Also ich glaube, das wird dann auch sensitiver.

00:29:04: Ja?

00:29:05: Da bist du jetzt die Experte!

00:29:07: Das wird dann ja auch sensitiva und eigentlich fördert es ja dann auch die Erregung... ...die Lust wenn ich mich in eine Entspannung reingebe.

00:29:17: Natürlich man braucht gewisses Maß an Spiel von Spannung und Entspanung um Erwägungen steuern zu können.

00:29:25: aber wie Du sagst, wenn der Muskel entspannt ist, dann ist der Blutfluss besser Die Wahrnehmungsfähigkeit einfach

00:29:33: passt.

00:29:34: Jetzt bringe ich mal was, was ich immer denke?

00:29:36: Ich denke ja dass es im Grunde keine Potenzmittel braucht weil aus meiner Sicht ist das eine Kopfsache und eine Stresssache.

00:29:44: also wenn ich mich entspanne... ...und auch weggehe von ich muss hier nicht leisten sondern bin einfach dann habe ich den Eindruck da passiert es von alleine.

00:29:52: Also wenn die Stimmigkeit da ist, wenn der Resonanz da ist Wenn Verbindungen entsteht.

00:29:57: Jetzt bin ich nicht betroffen von so einem Thema.

00:29:59: Aber das ist mein Denken darüber, wo ich denke... Ich habe auch keine Angst davor, ja?

00:30:04: Weil ich mich dann fragen würde, ich würde da nicht fragen, oh funktioniert nicht mehr sondern ich würde fragen was brauche ich gerade oder was ist gerade los dass es das halt nix passiert.

00:30:16: also Ich finde schon wichtig zu sagen, dass es ja schon auch organische Ursachen geben kann.

00:30:22: Genau wenn's die gibt dann ist eindeutig.

00:30:24: Aber wenn sie ausgeschlossen sind, dann hast du natürlich absolut recht!

00:30:27: Dann geht das meistens um eine Kopfsache und ich find da spannend dieser Punkt von... Ja, dann entspannt ich doch einfach.

00:30:35: Aber es geht ja eben nicht!

00:30:37: Dann ist noch angespannt?

00:30:40: Und da sind wir wieder bei diesem Thema von welche Umstände kann ich schaffen damit Sicherheit für mich entsteht.

00:30:47: Damit diese Erektion zum Beispiel beim Mann oder Menschen mit Penis entstehen kann.

00:30:53: Weil wenn nichts mit Druck und es muss jetzt

00:30:57: und

00:30:58: performen, dann wird's bestimmt nicht funktionieren.

00:31:01: Und wie du sagst an die spannende Frage ja gut.

00:31:05: Wie kann ich mir denn jetzt das geben, was mir Sicherheit gibt?

00:31:09: Genau und dann die frage und was ist das, was brauche ich?

00:31:14: Und andersrum finde ich auch spannend wenn unser Kopf sagt ohja jetzt hier lass loslegen und der Körper dann sagt es geht nicht Dann gibt es vielleicht auch ein nein.

00:31:25: Ich will gar nicht im Raum was ich in dem Moment nicht wahrnehmen will Und dann kann ich dem im Nachhinein vielleicht sogar sehr dankbar sein.

00:31:32: Ja?

00:31:33: Und nicht sagen, oh Scheiße!

00:31:36: Ja und das finde ich einen wesentlichen Punkt sich dann oder ich glaube wir stellen oft den Kopf über deinen Körper und darf dann wieder mit deinem Körper in ein Dialog zu gehen und zu fragen hey welchen guten Grund gibt's dass du gerade nicht mitmachst?

00:31:53: Ja genau

00:31:54: Wie könnte das nützlich sein für mich, dass du dich jetzt quasi verweigerst und nicht machst was ich möchte?

00:32:01: Und dann sind wir eigentlich in dem Thema.

00:32:03: also so wie ich das verstehe worum es beim Slow Sex geht.

00:32:07: Dass sich das halt wahrnehme darauf achte.

00:32:09: Ja!

00:32:11: Das kann ja auch eine spannende gemeinsame Reise wobei die Reise kann man auch mit sich selber haben wenn man sich mit sich sexuell hat.

00:32:18: Ich finde halt nur im Miteinander ist es spannender, weil man eine Referenz hat.

00:32:23: Man kann resonieren ja ich sage immer ich erkenne mich durch dich.

00:32:26: Sie werden

00:32:28: tanzt

00:32:29: und dafür die Rahmen bauen also letztlich genau.

00:32:35: Und was erfüllt sich für dich dadurch dass du diese Arbeit machst und dich das damit beschäftigst solche Räume zu öffnen?

00:32:42: Du hast jetzt einen professionellen Raum als in deinem Job.

00:32:45: Ja, und ich glaube das Buch ist ein Herzensraum.

00:32:47: Weißt du?

00:32:48: Ich mach da schon einen Unterschied weil in der Praxis kommen die Menschen, die möchten eine Lösung, da arbeiten wir an konkreten Zielen... Da mache ich dann nicht so ein philosophisches, könnte das jetzt noch alles bedeuten fass auf!

00:33:03: Natürlich schwingt das irgendwo mit, weil sie ja zu mir kommen und nicht zu jemandem anderes.

00:33:09: Aber dieser Raum und was es mir gibt, das ist schon eben in diesem Buch und den Geschichten die ich da erzählen darf.

00:33:19: Kommt das ganz fest zum Vorschein?

00:33:21: Und für mich ist es einfach so ein... Wie du vorhin schon angesprochen hast, ein menschliches Miteinandersein eigentlich sowas wie zärtliches Zuhören.

00:33:34: Da sein mit dem was einen Menschen beschäftigt in dem Moment.

00:33:39: Gar nicht so fest irgendwie was verändern, Lösungen sich beweisen müssen.

00:33:46: und ich habe auch eine Idee was du jetzt tun könntest.

00:33:49: Einfach das aushalten wie es gerade ist für jemanden ja.

00:33:56: Aus deiner Rolle heraus genau also dass dir das erfüllt Menschen für dieses Thema den Raum zu erhalten.

00:34:05: Du sagst es gibt keine Bildung dafür ... ist das in unseren Gesellschaften halt so, dass wir dann... ... Therapieräume aufmachen.

00:34:12: Wo die antreten können und dann gibt's ja den Experten der den Raum für die halt.

00:34:17: Und gleichzeitig könnte man das auch als Gesellschaft tragen wenn es ein Thema für Gesellschaft ist oder für Gruppen.

00:34:25: Ich hatte gerade, als du sagst zertlichist zuhören.

00:34:27: da kam mir über das Bild,... ...dass wenn ich achtsam in Kontakt gehe also mit Körper..., ...dann ist es ja auch ein... ... zuhören und sich hören durch Körperlichkeit.

00:34:42: Also, dass ich gar nicht spreche sondern... ...dass ich berühre und spüre.

00:34:47: Und da habe ich mal ein cooles Experiment gemacht.

00:34:49: Da ging es nur darum eine Person durchs Gesicht zu streichen oder die Hand zu streichern.

00:34:53: Und dann hab' ich oft erlebt wenn ich diese Übung gemacht habe das ich drauf achte wie geht's der personen damit?

00:34:59: Und was erlöse ich für Reaktion aus?

00:35:00: Und dann habe ich gesagt Moment mal, da drehe ich jetzt mal um!

00:35:03: Wie fühlt es sich für mich an wenn ich jemandem berühren

00:35:06: darf?!

00:35:09: Weil das ist ja auch ein Geschenk, du bekommst quasi Zugang zu einem anderen Körper und darfst den berühren.

00:35:15: Genau!

00:35:18: Und dann komme ich auch weg von diesem... Ich berühre dich jetzt?

00:35:22: Das muss bei dir was auslösen, damit ich es gut gemacht habe.

00:35:26: Sondern darum geht's ja gar nicht.

00:35:27: Dann höchstens zu beachten wie fühlt sich darüber zu reden oder zu wahrzunehmen wie fühlte sich die andere an.

00:35:35: Aber ich wusste mal, wie geht's mir denn dabei auch?

00:35:37: Im Sinne der Selbstliebe.

00:35:40: Ich glaube das andere hat für mich auch ein Aspekt von Manipulation.

00:35:45: Ja ja!

00:35:46: Du musst dich jetzt so fühlen damit ich mich gut fühle.

00:35:48: Ja genau, ich mach jetzt was und das musste ich jetzt gefallen aber das gefällt dir nicht und dann fühl ich mich nicht bestätigt.

00:35:55: Das was du sagst ist ja eigentlich... ...ich konzentriere mich auf mich, auf meine Empfindungen.

00:36:02: Ich lass die Informationen über meine Hände, über das was ich berühre.

00:36:06: Ähnlich hineinfließen.

00:36:08: Ja genau!

00:36:09: Und dann wird plötzlich da geht eine Welt auf weil dann hast du Feedback und du bist gleichzeitig mit dir, mit dem anderen Menschen... ja.

00:36:18: Und dann gibt es auch nicht mehr die Angst etwas falsch zu machen?

00:36:21: Ja genau.

00:36:24: Weil ich kann dann reingefüllen in mir, in meiner Stimmigkeit

00:36:29: ist es stimmig.

00:36:31: Dadurch komme ich in die Selbstverantwortung und kann sofort signalisieren, unstimmig.

00:36:35: Ja.

00:36:36: Und vor allem wenn ich berühre habe ja auch die Kontrolle über das Berühren und kann sagen Unstimmige hör auf oder mach anders.

00:36:42: Und das hilft mir dann auch zu spüren Wenn ich berührt werde.

00:36:46: Wie fühlt sich stimmig an?

00:36:48: Und im Miteinander wenn wir beide das so machen Oder wenn wir von zwei Personen ausgehen Dann kann ich halt auch vertrauen was zur Selbstverhandlung angeht Und dass ich dann auch einen Nein kriege oder einen Stopp unstimmig.

00:37:04: Kann man ja auch mit ampeln, rot-gelb-grün arbeiten.

00:37:09: Ja und das dieses Nein dann ein Geschenk ist?

00:37:11: Genau!

00:37:11: Weil diese

00:37:12: Person achtet ihre Grenzen und du kannst dazu beitragen... ...ist doch eigentlich wahnsinnig schön.

00:37:18: Ich kann mich rein entspannen weil ich beginnen kann zu vertrauen, dass mir die Grenzen aufgezeigt werden.

00:37:25: Jetzt magst du dich nicht willen wie ich sondern... Ey, dankeschön!

00:37:30: Das erzeugt Sicherheit.

00:37:31: Weil ich habe keine böse Absicht und kriege so die Sicherheit dass... ...ich nicht übergriffig werde.

00:37:38: also es wird immer passieren das wir über die Grenze drüber schreiten weil ich es nicht gemerkt hab und die andere Person ist nicht gemärkt haben.

00:37:46: aber wenn es dann kommt das Stopp und wegen Konsent aufhören dann kann ich halt Übergriffigkeit verhindern ne?

00:37:55: Manchmal merkt man ja erst im Nachhinein, dass es jetzt zu viel war und dann kann man wieder auflösen zusammen.

00:38:03: Und ich glaube in der Sexualität ist schon oft so das die Paare, die Menschen denken quasi die Frage ist wer ist eigentlich für meinen Genuss in der sexualität zuständig?

00:38:15: Ich es oder ist es die Person oder die Personen, die mit mir sexuell aktiv sind?

00:38:22: Und das ist ja das, was du sagst oder eigentlich bin ich es.

00:38:27: Ja woher sind die anderen?

00:38:27: das Wissen?

00:38:29: Die können ja nicht Gedanken lesen.

00:38:31: und wenn ich schon nicht weiß, was mir gefällt und wo's sich für mich gut anfühlt und ich meine dass jetzt wirklich von Moment zu Moment wie solls dann jemand anderes irgendwie wissen?

00:38:41: und dann sind wir so in diesem Chaos.

00:38:48: Ich bin für dich zuständig, du für mich.

00:38:50: Weißt du jetzt irgendwie verwasst Zustätting?

00:38:52: Dann wird es kaputisch!

00:38:54: Ja... dann hast du ein Drama.

00:38:57: Und jetzt wird's ja noch krasser wenn du selber nicht weißt und dich dann im Außen orientierst was Medien zeigen wie es sein sollte cool ist und du dich daran orientiert und dann sowas machst und merkst das fühlt sich gar nicht so an oder das fühlte ich falsch an.

00:39:16: Und dann anfängst du denken, mit mir stimmt fast nicht.

00:39:19: Ja genau.

00:39:20: Also

00:39:21: dann landen sie bei dir.

00:39:24: Ja das ist so.

00:39:27: Und da wieder zu spüren.

00:39:29: eben was gefällt denn mir?

00:39:32: Ich finde es ist eine schwierige Frage weil wir sind nun mal in diesem Kontext und haben diese gesellschaftlichen Bilder Und da immer wieder zurückzukommen zu den eigenen Körperempfindungen, Wahrnehmung.

00:39:44: das zu üben diesen Kompass irgendwie auch zu kultivieren ist ja auch eine Aufgabe.

00:39:50: Ja genau ich habe da gerade in Impuls... Ich schlack was ganz schnell nach... Ha!

00:40:08: Also darüber wo wir reden da kann man einfach nur der Impulse noch den Verweis zumachen auf Episode six und zwanzig Wo ich mit Mickey gesprochen hab die ... die Themen vom Juhm und Erwarnungsinstitut nach Deutschland geholt hat.

00:40:24: Da geht es halt genau um diese Themen... Das ist jetzt hier an der Stelle, der Tipp noch mal in die Episode XXVI zu hören, wer tiefer einsteigen will in so einem Thema!

00:40:34: So wie kriegen wir jetzt den Bogen wieder zurück?

00:40:36: Nachdem ich hier einen kleinen Werbeblock gemacht habe.

00:40:43: Ich fand eigentlich die Pause noch ganz gut weil du auch mal einfach das Schweigen aushalten.

00:40:49: Ja

00:40:49: Und dann so einen Moment zu haben, wie geht's mir eigentlich jetzt?

00:40:55: Was ist da?

00:40:56: Das ist sinnig tatsächlich.

00:40:58: Weil das sollte man ja auch in der Intimbegegnung machen.

00:41:04: Weil es ist ja so.

00:41:06: Man muss immer weiter reden und es ist wie weitermachen anstatt... Lass uns mal innehalten!

00:41:12: Und einfach in der Verbindung verweilen.

00:41:18: Sacken lassen und durch einen gehen.

00:41:20: Und versuchen das wahrzunehmen, auch wenn man am Anfang überhaupt keine Ahnung hat was soll ich in der Woche wahrnehmen?

00:41:24: Aber ist es ja wie üben sich wahrnehmen dann merkt man irgendwann, oh da passiert was!

00:41:32: Und dann sind wir für mich wieder bei der Vergänglichkeit... weil dann merk' ich vielleicht ah meine Erregung die ist jetzt ganz hoch.

00:41:40: Jetzt ist sie ein bisschen weniger hoch und das sind so Zwewellen und sie kommen und gehen.

00:41:44: ja also Die entstehen, die vergehen.

00:41:47: Das ist ganz normal und dann muss ich da nicht so in diese Panik verfallen von

00:41:52: ... Ja genau!

00:41:54: Also auch dann gibt es ja auch die Ruhepausen, dann geht's ja auch wieder los nach dem Motto.

00:42:00: Und auch wenn du gerade von Vergänglichkeit gerietest, von der Erregung oder so weiter... Es gibt ja noch etwas was bleibt.

00:42:09: Was macht das mit der Verbundenheit?

00:42:11: Mit den Spüren?

00:42:12: Oder es verändert sich.

00:42:13: also Erregung wird dann zu was anderem.

00:42:18: Es ist letztlich ist es ja wenn man jetzt wieder philosophisch nimmt Energie, die dann ihren Zustand verändert.

00:42:25: Ja und das

00:42:29: ich im Zusammenhang mit diesem Thema auch spannend finde... ...ist der französische Ausdruck für Orgasmus La Petite More.

00:42:38: Der kleine Tod?

00:42:40: Genau!

00:42:41: Weil das ist auch so ein Zugang, über den ich eigentlich zu dieser Themenverknüpfung gekommen bin.

00:42:46: Da kommt ja schon irgendwie in dem Ausdruck der es schon lange gibt diese Verknüpfung von Sexualität und Tod vor.

00:42:55: Und die Frage ist jetzt natürlich Ja warum denn?

00:42:57: Also was hat dann jetzt dieser kleine Tod mit dem Tod an sich zu tun?

00:43:03: Ich weiß nicht wie du das erlebst aber Es gibt ja diesen Moment oder es kann diesen Moment geben dieser zeitlichen Auflösung von, ich weiß nicht mehr wo meine Grenze ist, wo du bist.

00:43:16: Irgendwie ein übergehen in ein namentloses Ganzes was ja vielleicht schon vergleichbar ist mit dem finalen großen Tod.

00:43:27: Ja also in dem wo sich mein Sein auflöst meinst Du?

00:43:35: Wenn das so hoch pusht und dann Ja, ich gar nicht mehr so differenziert wahrnehmen kann.

00:43:48: Ich hätte es jetzt viel einfacher formuliert mit dem kleinen Tod, dass das ja so ein Zustand ist vor dem Höhepunkt, den man gerne lange erleben unterhalten möchte und dann ist es vorbei und er schlafen zu du.

00:44:03: Das war meine Metapher gewesen!

00:44:08: Ja, ja.

00:44:08: Ich liebe Lebendigkeit.

00:44:10: Exhase könnte man auch sagen.

00:44:12: Aber exhase nicht nur im sexuellen Kontext zu sehen ist, sondern für Entwicklung an sich auch.

00:44:17: Dann bin ich in diesem Hoch und möchte da bleiben ... Und dann wenn dich erschöpft irgendwie?

00:44:25: Und dann liebt man erst mal so wie kurz tot.

00:44:30: Mhm!

00:44:31: Also physisch.

00:44:33: Für dich ist quasi der Moment vom zurückkommen.

00:44:35: ... in die Realität oder aus

00:44:39: der Realität triffst ganz gut.

00:44:41: Jetzt habe ich hier diesen Salopp gesagt, das hört sich für mich jetzt wie Männer sprichern ja?

00:44:47: Die Vergänglichkeit des Höhepunkts ja?

00:44:50: Ja.

00:44:51: Aber ich weiß es geht dir nicht nur darum.

00:44:55: Das ist ja... Eigentlich ist das, die Vorfreude ist eigentlich viel schöner würde ich sagen.

00:45:02: Also dass das eigentlich das Geschenk ist.

00:45:05: Ja vielleicht auch der Weg.

00:45:07: Ja genau.

00:45:07: Der gemeinsame Weg.

00:45:10: Und das ist dann nochmal wichtig fürs Miteinander, ne?

00:45:12: Wenn ich nur darauf abziele da hin zu kommen... Dann ist es ja eigentlich eine Rennstrecke und dann findet keine Verbindung statt weil ich mit dreihundert zwanzig KmH an den Zuschauern vorbei rase.

00:45:25: Ja

00:45:26: genau!

00:45:28: Und eigentlich alleine unterwegs bist du.

00:45:30: Genau, aber du

00:45:31: ausblendest, ja.

00:45:35: Der Weg ist das Ziel, ne?

00:45:37: Weil da mache ich ja die Erfahrung.

00:45:41: Ja aber das heißt eben auch dass du das aushalten musst diese Erfahrung zu machen.

00:45:50: Das braucht wieder einen Maß an Verletzlichkeit, an Präsenzfähigkeit und an Fähigkeit dar zu sein mit einem Gegenüber.

00:46:01: Und wenn das zum Beispiel beängstigend ist oder du kannst gar nicht Emotionen lange aushalten, dann... ...ist es ziel- viel attraktiver.

00:46:10: Das stimmt!

00:46:11: Dann bekomme ich meinen Bedürfnis erstmal erfüllt und habe eine Strategie wie ich da hinkommen.

00:46:16: Genau.

00:46:18: Und du musst dich dabei nicht unbedingt zeigen?

00:46:21: Du musst dich nicht zeigen und auch nicht um den anderen kümmern.

00:46:23: Ja genau

00:46:25: ja.

00:46:26: Also verstehe ich.

00:46:27: Gleichzeitig macht mich das traurig, wenn ich mir das vorstelle weil mehr von Bundenheit und Verbindung wichtig ist.

00:46:34: Das ist das, was ich immer für so heilig finde wenn man das schafft.

00:46:38: Also das ist dann dieses Spirituelle wo man denkt wundervoll weggebiebt.

00:46:41: ja also da geht's... Da bin ich nicht mehr.

00:46:46: in dem Moment ist es dann nicht mehr ich und du sondern ein Sein wie du schon sagtest.

00:46:52: Obwohl ich immer sag ist man sollte sich nicht verlieren.

00:46:55: aber das ist tatsächlich die Kunst dass zum einen Ich selber mich überhaupt erstmal wahrnehmen können ... muss, also die Fähigkeit entwickeln.

00:47:03: Und dann gleichzeitig ist es dann schön wenn ich den anderen wahrnehmen kann... und da differenzieren kann dass ich einfach nicht die Verantwortung übernehmen kann!

00:47:18: Also wie jeder für sich selber so ne?

00:47:20: Ja

00:47:20: ja, also ich habe so einen Begriff von Flow.

00:47:24: Man kommt in Flow, man ist plötzlich irgendwie es geschieht einem.

00:47:28: Man ist nicht mehr so aktiv am Lachen, am Kontrollieren.

00:47:32: Man ist in der Hingabe und wie eben für sich aber auch verbunden... Und das ist glaube ich das was ich vorhin meinte mit dem Orgasmus, was ja dann diese krasse Verschmelzung sein kann, dieses krassem Wir-Gefühl

00:47:46: eigentlich

00:47:47: dieser Auflösung von Ich zu Wir.

00:47:52: Und dann den Moment vom Zurückkommen, der kann ja ziemlich hart sein zum merken Ich war so intensiv, mit einem Gegenüber verschmolzen.

00:48:02: Jetzt muss ich wieder ich sein für mich allein!

00:48:05: Ja genau und komme ich darauf klar wenn ich zurückgeworfen bin ne?

00:48:10: Das kann dann jenste Gefühl auslösen bis hin zu mir ist immer nach dem Sex übel weil...

00:48:18: Alleine zurück geworfen.

00:48:21: Ich habe gerade noch gedacht es ist ja begründet mit diesem Zustand den du gesagt hast.

00:48:26: also Also wenn man jetzt wirklich die biologische Sexualität nimmt und dann da dieses Hoch entsteht oder dieses Feuerwerk, ja?

00:48:34: Und man miteinander so verbunden ist.

00:48:37: Dann entsteht ja biologisch gesehen ein neues Leben.

00:48:41: Wenn man nicht verhütet

00:48:41: usw.,

00:48:42: die Biologie hätte die Verhütung ja nicht vorgesehen.

00:48:45: also... Die Dimension muss sich einfach nochmal bewusst machen warum das so eine Intensität hat weil dadurch im Grunde ja Leben entsteht Etwas, ich will nicht sagen.

00:48:59: Drittes.

00:48:59: Also du, ich und eine dritte Person ja?

00:49:04: Das ist vielleicht dann auch so der Holy Shit

00:49:07: Ja.

00:49:08: Und man könnte ja auch sagen dass also da kommt für mich einerseits So schön zur geltung das eben Sexualität leben und sterben ganz nah beieinander sind Aus der sexualität neues Leben entstehen kann und dieses Leben irgendwann enden wird Anfang Ende so ganz nah beieinander liegen.

00:49:29: Das andere ist ja das man könnte sagen, dass ... ein neues Leben zu kreieren über Sexualität, mit der man auch anschauen als einen Versuch... Ich versuche eigentlich über meine eigene Endlichkeit hinwegzutäuschen und hinwegzukommen weil ich mich ja weitergebe im Form von neuem Leben.

00:49:50: also ich bleib' bisschen erhalten so.

00:49:53: Das habe ich tatsächlich auch gerade gedacht dieses Ich erschaffe aus mir heraus ein neues Leben, weil mein ... also meinen Körper, mein Leben vergänglich ist.

00:50:04: Ja!

00:50:05: Und dann hab ich gesagt, oh jetzt wird's ja kompliziert im Sinne von... Weil mir würde das voll auf den Keks gehen, wenn meine Eltern sagen würden, ich bin du, ja?

00:50:14: Weil ...

00:50:16: Hallo?!

00:50:16: Ich bin ich und ihr seid ihr.

00:50:20: Vielleicht muss ich dazu erst mal Vater werden um das zu raffen, ja.

00:50:24: Aber vielleicht kann man dann einfach besser gehen, weil sie sagen einen Teil von mir lebt weiter, ne?

00:50:30: Wenn man das aber noch spireteller philosophischer sieht, dann könnte man schon sagen okay dadurch dass ich Leben geschaffen habe lebe ich weiter.

00:50:38: Ja genau das meine ich

00:50:41: und deswegen ist es gut dass es ist wie eine Blume.

00:50:44: ja ist es Gut dass ich im Winter dann vergehe und dann ist die Erneuerung da ne?

00:50:52: Ja gut dass du das sagst weil für mich... Ich nutze immer das Bild vom Wald, um eigentlich über Sexualität zu sprechen.

00:51:00: Weil es ist wie sein kleines Ökosystem und dann entsteht halt was und was anderes vergeht.

00:51:07: aber das ist ja nicht weg.

00:51:08: also das was ja im Wald irgendwie runter fällt absterbt ist der Dünge für das neue im Frühjahr.

00:51:16: Also auch ein Kreislauf so.

00:51:19: Das ist tatsächlich so.

00:51:21: deswegen habe ich keine Angst vor dem Tod.

00:51:23: Also das eine ist, ich hatte mal einen Rattumfall wo ich dann im Krankenhaus wach geworden bin.

00:51:26: Da habe ich gelernt tut gar nicht weh du bist einfach weg Du schlägst mit dem Kopf auf und wir sind im Krankenhaus wach und dann so oh Scheiße Wow Ich bin neu geboren gut dass sie... also ich war weg ja und jetzt bin ich wieder da Super cool.

00:51:43: und dann hat er gar nicht Weh!

00:51:44: Ich hab es nicht mitbekommen Ja?

00:51:46: Also sterben kann auch so passieren dass man's nicht mitbekommt.

00:51:51: Die Angst vorm Sterben ist da weggegangen.

00:51:53: Gut, es gibt auch andere Quartfeure im Arten.

00:51:58: Und dann das Tod sein ist eigentlich so... Ich bin halt nicht mehr lebendig im Sinne dass ich Emotion erleben und durchleben kann weil Toten aber ich bin Teil noch der Erde weil in irgendeiner Form als Asche oder als Düngemittel für Würmer irgendwo im Boden landen werde.

00:52:15: ja

00:52:18: Und ich finde diesen Teil so spannend von, du hast ja dann keine Emotionen mehr oder nichts bewegt dich mehr wahrscheinlich.

00:52:26: Und dann im Umkehrschluss denke ich mir wenn ich mal wieder so durch den Alltag gehe und mir denk, das nervt und es hat da irgendwie kein Ahnung ein Geruch der mich stört.

00:52:35: Eigentlich ist es ja krass dass ich jetzt lebendig bin und auf das reagieren kann.

00:52:41: Ja genau.

00:52:41: Genau das ja Ausdruck davon ist, dass ich jetzt da bin und diese Empfindungen habe und eigentlich total verbunden bin mit dem Leben?

00:52:49: Ja genau!

00:52:51: Also und warum nehme ich das wahr weißt du?

00:52:53: Und ein anderer nimmt was anderes wahr.

00:52:55: Ja genau,

00:52:58: ja.

00:52:58: Okay jetzt sind wir an einem Punkt wo wir eine neue Folge anfangen könnten glaube ich weil wir sind von Sexualität und Vergänglichkeit tief in die Sexualität reingegangen und jetzt am Sinn des Lebens angekommen.

00:53:11: Aber für mich hat eben diese Verknüpfung von Sexualität, Tod und Leben.

00:53:15: Die hat sowas von Ja was ist denn der Sinn vom Leben?

00:53:20: Und sieht das sich auf dieser Bühne Sexualität eigentlich auch ein bisschen den Sinn vom leben oder das Leben an sich vollzieht?

00:53:30: Ich finde das Bild der Bühnen passt sehr gut her.

00:53:34: Ja genau!

00:53:35: Und dass man sich eben... Das meine ich glaube mit dem Raum das mal so vorstellt.

00:53:41: Okay, ich habe ein Leben ... Das ist eine Bühne da passiert was und dass was passiert?

00:53:47: Das hat immer auch einen Einfluss auf wie es mir mit meiner Intimität und Sexualität geht.

00:53:54: Und dann kommt's natürlich drauf an, wie viel Raum hat es in meinem Leben.

00:53:58: Ist mir das wichtig oder nicht?

00:54:01: Aber eigentlich ist es auch ein Thema ja.

00:54:05: Was ich so raushöre ist quasi die Einladung an die Menschen das sich lohnt, sich einen Raum zu schaffen wo ich über Sexualität reden kann.

00:54:18: Ja und zwar ganz offen, ganz ehrlich.

00:54:23: Weil es in letzter Konsequenz ein Unterschied für mein Leben macht.

00:54:32: Ja vor allem wenn man davon ausgeht oder einen, die Sexualität auch lebendig macht.

00:54:41: Weil da waren wir ja schon wenn Sexualität nichts mehr mit Leistung zu tun hat sondern mit Sein, mit Präsenz dann kann ich das ja so oder so ausleben.

00:54:54: also dann hängt es nicht mehr von einer bestimmten sexuellen Handlung ab Sondern von einem Sein vom Spüren meiner Lebendigkeit ... dass dann so in einer Verbindung... mit anderen, mit mir selbst münden und mit dem Leben münden kann.

00:55:11: Ja!

00:55:13: Und dann entsteht mehr Lebendigkeit?

00:55:15: Ja, und dann entstehen mehr Lebendekeit ja.

00:55:19: In diesem Sinne würde ich es gerne rund machen.

00:55:22: wir sind schon fast eine Stunde unterwegs.

00:55:25: Und ich ende gerne mit den zwei Fragen.

00:55:28: gibt's noch abschließend etwas was du sagen möchtest?

00:55:31: ist die erste

00:55:31: Frage Nur, dass es noch viel zu sagen gäbe.

00:55:40: Also nein in diesem Sinne nein einfach ja vielleicht schon auch so die der Gedanke von Es lohnt sich diese Röme zu öffnen da immer wieder er sich auch wir haben uns jetzt ja auch ein bisschen tragen lassen und sind dann an einem ganz bestimmten Punkt gelandet denn wir nicht werden.

00:55:58: also ich hätte nicht gedacht das wird landen so ja sich überraschen lassen.

00:56:03: Ja, also ich nehme da so mit nach dem Motto mutig und neugierig... ...und gleichzeitig achtsam sich in diese Räume zu begeben.

00:56:12: Und die abschließende Frage ist dann wie war es für dich beim Empathischenker?

00:56:16: Und wie gehst du raus?

00:56:19: Ich gehe motiviert heraus oder mit so Lust das weiterzumachen Also mit mehr Menschen dieses Gespräch zu führen da im Kontakt zu bleiben, weil ich es einfach extrem wertvoll finde.

00:56:39: Und ich gehe langsamer raus als ich reingekommen bin und das finde ich ein gutes Zeichen.

00:56:45: Weil das für mich heißt dass ich wahrscheinlich mehr bei mir im Körper spüren bin... ...als in den Plänen und was ich noch alles sollte.

00:56:54: Das mag ich!

00:56:55: Ja, das fühlt sich wie Stimmig an in mir und meinem Körper.

00:57:00: In diesem Sinne, liebe Miriam, danke ich dir dafür, dass du mir dich mit dem gezeigt hast was dir wichtig ist und dich bewegt.

00:57:08: Danke fürs Zuhören!

00:57:10: Sehr gerne.

00:57:11: Das war Episode Hundertzwanzig Sexualität und Vergänglichkeit offen und ehrlich darüber sprechen.

00:57:17: Wenn dir der Podcast gefällt dann folge und bewert ihn und teile ihn mit deinen Freunden in den Sozialmedien.

00:57:23: Und wenn Du mit etwas gehört werden möchtest oder mir ein Feedback geben magst Dann schreib mir an podcastatempartyschenker.de.

00:57:29: In diesem Sinne, bis in zwei Wochen!